Zustimmung im Kreisausschuss für Projekt in Feldkirchen-Westerham - Kostenschätzung: Rund 1,7 Millionen Euro 


Ein neuer Wertstoffhof kann in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham errichtet werden. Der Kreisausschuss des Landkreises Rosenheim stimmte einstimmig einer Verlegung des gemeindlichen Wertstoffhofes an einen neuen Standort zu. Die Zustimmung war notwendig gewesen, weil der Landkreis Rosenheim die Kosten für den Wertstoffhofneubau trägt.


Landrat Otto Lederer hatte zuvor um Zustimmung geworben. Als Gründe nannte er unter anderem, dass die Zufahrt zum bestehenden Wertstoffhof durch ein Wohngebiet führt. Auf der knapp 500 Meter langen, nur fünfeinhalb Meter breiten Straße kommt es während der Öffnungszeiten regelmäßig zu Rückstaus. Dadurch werden immer wieder Radfahrer gefährdet. Zudem beschweren sich Anwohner und Landwirte. Der Landrat führte weiter aus, dass die Gemeinde die freiwerdenden Flächen braucht, um den benachbarten Bauhof erweitern zu können. Hinzu kommt, dass der seit 2006 im Wesentlichen unveränderte Wertstoffhof von der Fläche her zu klein geworden ist. So reichen die für Grüngut vorgesehenen Flächen oft nicht aus. Der Betrieb wird deshalb zusätzlich eingeengt.

Der für Abfallwirtschaft zuständige Sachgebietsleiter im Landratsamt Rosenheim Georg Kirchhuber hatte dem Ausschuss das Konzept des zukünftigen Wertstoffhofes vorgestellt. So können an dem neuen Standort die An- und Abfahrt getrennt werden. So wird die Unfallgefahr, ebenfalls für Radfahrer und Fußgänger, reduziert und die gesammelten Wertstoffe können auch während der Öffnungszeiten abgefahren werden. Ein Teil des Wertstoffhofgeländes wird so gestaltet, dass die Behälter für die Wertstoffe von oben befüllt werden können.

Durch den zur Verfügung stehenden Platz wird es leichter, die steigenden Sicherheitsanforderungen für problematische Abfälle wie Elektroaltgeräte, Akkus, Säuren oder Laugen zu erfüllen. Darüber hinaus erhoffen sich Landkreis und Gemeinde durch die bessere Benutzerfreundlichkeit eine erhöhte Akzeptanz für einen regelmäßigen Wertstoffhofbesuch. Auch eine Ausweitung der Öffnungszeiten wäre problemlos möglich.

Ein beauftragtes Planungsbüro errechnete eine vorläufige Kostenschätzung von rund 1,7 Millionen Euro. Wenn der Kreistag zustimmt, werden die Mittel in den Haushaltsplan 2023 und der Folgejahre eingestellt. Die Kosten für Zu- und Abfahrt hat die Gemeinde Feldkirchen-Westerham zu tragen. Für sie liegt die Kostenschätzung bei rund 400.000 Euro.

Das Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises Rosenheim sieht vor, dass grundsätzlich in jeder Gemeinde ein Wertstoffhof betrieben wird. Träger ist jeweils die Gemeinde, sie stellt zudem die erforderlichen Flächen zur Verfügung. Die Kosten für die Errichtung einschließlich der Planungskosten sowie die Kosten für den Betrieb der gemeindlichen Wertstoffhöfe trägt der Landkreis.