Blockheizkraftwerk an der Realschule Wasserburg gestern offiziell in Betrieb genommen


„Wir sind groß gestartet und dann doch etwas kleiner gelandet“, meinte Bürgermeister Michael Kölbl bei Inbetriebnahme des neuen Blockheizkraftwerks  in der Anton-Heilingbrunner-Realschule in Wasserburg. Mit dabei waren gestern vom Landkreis Rosenheim Landrat Otto Lederer und der Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes Gerhard Kippes sowie von der Stadt Wasserburg neben Bürgermeister Kölbl der Leiter der Wasserburger Stadtwerke, Robert Pypetz, und der Klimaschutzmanager der Stadt, Josef Allio.


Das Projekt „Energieversorgung Realschule“ sollte eigentlich mehr umfassen als die Realschule allein. Kölbl verwies darauf, dass tatsächlich ein Blockheizkraftwerk geplant gewesen sei, mit dem die Realschule, die Grundschule am Gries und alle dazwischen liegenden Gebäude hätten versorgt werden können. Doch dazu konnte es leider nicht kommen, weil infolge der bestehenden Struktur dieses Projekt nicht umgesetzt werden konnte. Und so hat man sich auf die Realschule beschränkt und ein zukunftweisendes Projekt auf den Weg gebracht.

Der Leiter der Realschule, Markus Hösl-Liebig bedankte sich bei allen Verantwortlichen, die dieses Projekt möglich gemacht hätten. Die Realschule sei eine Umweltschule, meinte Hösl-Liebig und dieses Projekt habe gezeigt, zu welchen Ergebnissen eine gute Zusammenarbeit führen könnte.

Von allen Beteiligten wurde die gute Kooperation zwischen den Verantwortlichen beim Landkreis Rosenheim, der Stadt Wasserburg und der Schulleitung der Anton-Heilingbrunner-Realschule ausdrücklich lobend hervorgehoben. Diese sei außergewöhnlich gut gewesen, wurde allseits betont.

Die Investition von 420.000 Euro seitens der Stadtwerke hätten sich wirklich gelohnt. Das neue Blockheizkraftwerk könne bis zu 300.000 Kilowattstunden pro Jahr liefern, das sei der Bedarf von zirka 100 Haushalten in der Region. Bei der Wärmeproduktion falle das Ergebnis auch sehr gut aus, hier könne man 480.000 Kilowattstunden speichern und liefern, das entspreche dem Bedarf von 50 Haushalten. Im Grund habe man es hier mit einer Riesenanlage zu tun, wenngleich man es ihr nicht ansehe, meinten die Verantwortlichen.

Der Leiter der Stadtwerke, Robert Pypetz, bedankte sich ebenfalls für die gute Zusammenarbeit, deshalb habe die Anlage auch fast fristgerecht fertig gestellt werden können.

Abschließend meinte Bürgermeister Kölbl, dass niemand habe vorhersehen können, dass die Energiepreise derart steigen würden. Man habe aber jetzt ein klimafreundliche Energieversorgung schaffen können, die durchaus später auch auf Biogas umgestellt werden könne.

Seit 2019 war das neue Blockheizkraftwerk in der Planung, in den letzten sieben Monaten wurde gebaut. „Und das parallel zum Unterricht“, warf Hösl-Liebig ein, aber alles Seiten hätten für die unvermeidbaren Störungen Verständnis gehabt. Landrat Otto Lederer wünschte der Schule und allen darin Wirkenden alles Gute mit der neuen Anlage.

RP