Bauausschuss Wasserburg will sichere Querung an der Bahnhofstraße in Reitmehring schaffen


Auf dem Weg in Reitmehring Richtung Edling müssen Fußgänger die Einmündung von der B304 auf die Bahnhofstraße queren. Um einen sichere Querung zu ermöglichen, schlug Norbert Buortesch (BF) in der Haushaltsvorberatung vor, hier einen fußgängerfreundlichen Übergang zu schaffen. Der Bauausschuss Wasserburg behandelte den Vorschlag in seiner jüngsten Sitzung.


„Eine Querungshilfe ist vom Tisch“, erklärte Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann. Das sei aus Verkehrssicherungsgründen nicht vertretbar. Diese könne, gerade bei einmündungsnaher Anbringung, zu Rückstau auf den Straßen führen. Und wenn sie näher Richtung Bahnhof verschoben werde, vermute man eine geringere Akzeptanz durch die Fußgänger.

Der Vorschlag von Bourtesch, stattdessen einen Zebrastreifen zu verwirklichen, lasse sich ebenfalls nicht umsetzen. „Es gibt Richtlinien, die für Zebrastreifen erfüllt sein müssen“, so die Stadtbaumeisterin. Und diese seien an der Stelle nicht erfüllt. Der Weg sei nicht so hoch frequentiert. Sie wolle die Idee mit der Polizei besprechen, aber „ich sehe keine Möglichkeit, dort einen rechtlich konformen Fußgängerüberweg herzustellen“.

Christian Stadtler (Grüne) kritisierte: „Die Verkehrssicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer zu erhöhen hat hohe rechtliche Hürden.“ Wer von Reitmehring in Richtung Edling unterwegs sei, habe einen durchgehenden Gehweg. „Abbieger von der B304 müssten den Fußgängern Vorrang gewähren“, so Stadler weiter. Deshalb schlug er vor – wenn sich Querungshilfe und Zebrastreifen nicht realisieren lassen – den Fußgängerweg deutlicher hervorzuheben.

„Einen direkten Übergang zu machen, halte ich für tödlich“, merkte dagegen Dr. Hermann Budenhofer (FWRW) an. Denn gerade im Dunkeln seien die Fußgänger, die an der B304 unterwegs sind, schwer zu erkennen. Mit einer gekennzeichneten Querung befürchtet er, die Fußgänger „fühlen sich dann in falscher Sicherheit“.

Stattdessen schlug er vor, die Querung weiter Richtung Bahnhof zu planen. „Man will als Autofahrer keinen Rückstau provozieren“, es müsse schnell gehen beim Abbiegen. Bei einem weiter hinten liegenden Übergang lassen sich laut Dr. Budenhofer ein Rückstau sowie das Risiko für Fußgänger und Radfahrer verringern.

Wolfgang Schmid (CSU) sprach sich gegen einen Zebrastreifen aus. „Das sind nicht einfach nur ein paar Striche auf der Straße“, auch beispielsweise ausreichende Beleuchtung sei dafür nötig und „das wird richtig teuer“. Er hielt für sinnvoller, „eine gescheite Abbiegespur für Rechtsabbieger zu realisieren, wenn wir schon Geld in die Hand nehmen“. Diese Idee sei laut Bürgermeister Michael Kölbl allerdings bereits behandelt und abgelehnt worden.

In der nächsten Verkehrsschau wolle die Stadt gemeinsam mit der Polizei eine Lösungsmöglichkeit zur Verbesserung der Querung von Fußgängern und Radfahrern besprechen. In dem Termin vor Ort werden die aus dem Gremium gebrachten Vorschläge wie ein Zebrastreifen sowie eine deutlichere Markierung des Übergangs thematisiert. Dem Vorgehen stimmte der Bauausschuss einstimmig zu.