Gemeinderat bespricht Stellungnahmen zum Flächennutzungsplan – Regierung verweist auf fehlendes Entwicklungspotenzial


Wohin soll Haag sich entwickeln? Das regelt der Flächennutzungsplan mit Landschaftsplan des Gemeindegebiets, der neu aufgestellt werden soll. Nach einer ersten Beteiligung der Öffentlichkeit wog der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die eingegangenen Stellungnahmen ab. Hauptaufgabe war dabei die Antwort der Regierung von Oberbayern über die als Wohnbebauung ausgewiesenen Flächen.


Der derzeit gültige Flächennutzungsplan ist noch von vor dem Jahrtausendwechsel. Seit 1998 haben sich allerdings grundlegende Themen geändert, gerade beispielsweise im Landschaftsschutz tue sich einiges, wie Sabrina Grünke vom Bauamt erklärt. Deshalb sei eine Überarbeitung fällig, um ihn an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen.

Mit der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans mit integriertem Landschaftsplan will die Gemeinde mittelfristig bis langfristig planen, wie Haag sich entwickelt. Dabei gehe es darum, wo die Gemeinde sich Gewerbeflächen vorstellen kann, wo Wohnbebauungen entstehen können und auch wo ortsbildprägende Grün- und Waldflächen erhalten bleiben sollen.

Gerade die Wohnbebauung war Hauptkritikpunkt in der Stellungnahme der Regierung von Oberbayern. Diese stimme nicht mit dem Entwicklungspotenzial von Haag überein, heißt es darin. Deshalb wurde in der Sitzung strategisch jeder Ortsteil durchgegangen und diskutiert, wo im Gemeindegebiet sich Flächen rausnehmen lassen.

Diese Wohnbaugebiete seien aber nicht verloren, betonte Grünke. Sie werden in einer zusätzlichen Karte als langfristiges Entwicklungsziel gesetzt.

Weil sich gerade in diesem Punkt umfangreiche Änderungen ergeben haben, erfolgte in dieser Sitzung noch kein Billigungsbeschluss. Zuerst soll der Entwurf überarbeitet und erneut im Gemeinderat vorgestellt werden, anschließend gehe es an eine erneute Auslegung.