Albachinger Gemeinderäte wünschen sich eine bessere Anbindung an die Buslinien - Aus der gestrigen Sitzung


Wie geht’s weiter mit dem Öffentlichen Personennahverkehr? Dieses Thema wurde auf der gestrigen Gemeinderatssitzung in Albaching eingehend diskutiert. So ist aktuell im Rahmen der RVO-Linie 9409 nur vorgesehen, dass auf dem Weg von Haag nach Wasserburg nur drei Busse Albaching anfahren und auf dem Rückweg von Wasserburg nach Haag vier. Die Gemeinderatsmitglieder wünschen sich eine bessere Anbindung an den ÖPNV, deshalb habe man den Rufbus (Flizenbus) ins Leben gerufen.


Bürgermeister Schreyer trug den Gemeinderäten das Ansinnen vor, diese Einrichtung bis 2026 zu verlängern. Die Kosten hierfür betrügen 35.000 Euro pro Jahr. Die Gemeinde Albaching müsste hiervon 15 Prozent, also 5.250 Euro tragen. Für Gust Seidinger war dieser Zeitraum „recht lang bemessen“. Außerdem habe ein Bus in Albaching die wichtige Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen zu befördern. Die Anbindung gerade an die Berufsschulen in Rosenheim oder Traunstein sei aber „sehr schlecht“, während er jeden Morgen einen „großen Autoverkehr“ beobachte.

Andere Gemeinderäte beklagten, dass der Bus nicht angenommen würde. Brigitte Voglsammer meinte nur: „Wir müssen den jungen Menschen die Augen öffnen für den ÖPNV.“ Es gebe kaum verlässliche Zahlen, meinte Bernhard Mayer. Nur dann könne man wissen, was sinnvollerweise zu tun ist. Jessica Vital-Robarge forderte mehr Werbung für das Angebot des ÖPNV. Bürgermeister Schreyer meinte hierzu nur: „Der Landkreis Rosenheim muss etwas ändern, aber es ist sehr kompliziert.“

Am 29. Oktober vergangenen Jahres habe es bereits ein Gespräch im Rathaus Pfaffing gegeben, an dem die Bürgermeister von Pfaffing und Albaching sowie Vertreter des RVO teilgenommen hätten, wo die Fortführung des Rufbusses beschlossen worden sei. Diese Information gab Grund für Unmut im Gemeinderat. Vielleicht, so wurde geäußert, könne man zukünftig erst intern beraten, bevor Absprachen mit Pfaffing und dem RVO getroffen werden.

Dennoch beschloss der Gemeinderat mit 9:3 Stimmen, dass das Projekt Rufbus bis 2026 fortgeführt werden soll.

 

RP