Am Steinmühlweg in Wasserburg ist seit zwei Wochen ein 16-Parteien-Haus ohne Heizung und Warmwasser


In einer eisigen Technik-Wüste ist ein 16-Parteien-Haus am Steinmühlweg in Wasserburg festgefroren. Es gibt kein warmes Wasser, die Heizung ist komplett ausgefallen. Und das bei Minusgraden nachts und Temperaturen um den Nullpunkt tagsüber. Seit sage und schreibe fast zwei Wochen. Grund ist ein technischer Defekt, vor dem mittlerweile die Heizungs- und Sanitärfirmen kapituliert haben. Von der Hausverwaltung in Rosenheim ist auf Anfrage durch die Mieter nur zu hören, man warte auf ein Ersatzteil für die Heizungsanlage.


Trotz zahlloser Telefonate und Mails an die zuständige Hausverwaltung in Rosenheim konnte bis heute keine Abhilfe geschaffen werden. „Wir haben das Gefühl, die sind mittlerweile abgetaucht. Wenn die Verantwortlichen in Rosenheim eine Wasserburger Nummer sehen, gehen sie nicht mehr ans Telefon oder schalten den Anrufbeantworter ein“, so Sven K. und seine Ehefrau, die seit 2. Januar in ihrer kalten Wohnung sitzen und denen die Pudelmütze im Home Office zum stetigen Begleiter geworden ist.

„Es ist kaum zu glauben, dass sich da einfach nichts tut. Wir wissen bis heute nicht, ob und wann in Sachen Reparatur überhaupt noch etwas unternommen wird“, so Sven K. Sein sehnlichster Wunsch und der seiner Frau:  „Mal wieder warm duschen und im Home Office ohne Mütze und Jacke zu arbeiten – das wäre echt schön.“

Foto: Die Anwohner des Hauses am Steinmühlweg bereiteten sich gestern auf eine weitere eiskalte Nacht vor.