... aber neun Monate kann man sich schon Zeit lassen: So lange ist der Corona-Impfnachweis laut heutigem Beschluss in der EU gültig


Nachrichten über Nachrichten am heutigen Dienstag zu Corona: Während die Ständige Impfkommission (STIKO) nun die Auffrischimpfungen – wegen der Gefahr einer Ansteckung per Omikron-Variante – doch schon bereits nach DREI statt nach sechs Monaten empfiehlt, da teilt parallel dazu die EU-Kommission das mit: Dass nämlich die Impfzertifikate künftig nach NEUN Monaten nach der zweiten Impfung ungültig werden. Diese neue Regel trete am 1. Februar in Kraft. 


Eine Auffrischungsimpfung würde zwar eigentlich spätestens sechs Monate nach der zweiten Impfung empfohlen, wiederum laut EU, heißt es heute – das Impfzertifikat solle aber drei weitere Monate gültig sein, bevor es ablaufe – damit man genug Zeit habe, sich den Booster auch verabreichen zu lassen. 

Der EU-Impfnachweis besteht aus einem QR-Code, der direkt nach der Impfung in Praxen und Impfzentren erstellt wird oder nachträglich in Deutschland etwa in Apotheken erhältlich ist. Die Codes werden überall in der EU erkannt und erleichtern auf Reisen Nachweise über Impfungen, frische Tests und kürzlich überstandene Infektionen mit dem Coronavirus.

Die Empfehlung der STIKO zum auf DREI Monate verkürzten Impfabstand gelte ab sofort für Erwachsene, teilte das Gremium heute mit.

Sie ziele ab auf einen verbesserten Schutz vor schweren, durch Omikron hervorgerufenen Erkrankungen in der Bevölkerung und auf eine verminderte Übertragung der Variante. Es sei damit zu rechnen, dass Omikron das Infektionsgeschehen hierzulande innerhalb kürzester Zeit bestimmen werde.

Ältere und vorerkrankte Menschen sollen laut Stiko wegen ihres höheren Covid-19-Risikos die Spritze bevorzugt erhalten. Die beiden mRNA-Impfstoffe, die zum Boostern verwendet werden (Comirnaty von Biontech/Pfizer und Spikevax von Moderna), seien hinsichtlich ihrer Wirksamkeit völlig gleichwertig, heißt es von der STIKO weiter.

Der Grund für die Eile: Aktuelle Daten deuteten auf einen deutlich verringerten Impfschutz nach der Grundimmunisierung gegenüber der Omikron-Variante hin, erklärte die Stiko. Dieser nehme nach drei bis vier Monaten signifikant ab. Nach einer Auffrischimpfung steige die Schutzwirkung vor symptomatischer Infektion mit der Omikron-Variante jedoch wieder deutlich an. Es sei derzeit davon auszugehen, dass auch der Schutz vor schweren Verläufen zunehme. Zur Dauer des Schutzes könne man derzeit noch nichts sagen.

Quelle BR