Eishockey-Bayernliga: EHC Waldkraiburg weiter mit Personalsorgen - In Schongau knapp mit 3:4 verloren


Seit vielen Wochen spielt die Mannschaft des EHC Waldkraiburg in der Bayernliga in stark verminderter Mannstärke – und das ist nicht nur schlecht für die betroffenen Spieler, sondern schwächt natürlich immer auch das gesamte Team. Nicht zuletzt jetzt, da in der Eishockey Bayernliga die Vorrunde langsam zu Ende geht und mit aller zur Verfügung stehenden Zeit Nachholspiele unter der Woche ausgetragen werden müssen, zehrt das doch sehr an den Kräften aller Beteiligten.
Auch in der Bayernligapartie gegen Schongau konnte man dies beobachten. Obgleich die EA Schongau mit zwei Spieler weniger antrat, wirkten sie dennoch spritziger oder konnten sich besser auf die neue Situation einstellen.
Bei den Löwen hingegen kehrten zumindest Patrick Zimmermann und auch der zwischen Rosenheim und Waldkraiburg pendelnde Tobias Beck zurück, jedoch fehlt mit Fabian Kanzelsberger nun zudem eine wichtige Stütze in der Verteidigung für die nächsten Wochen nach einer Verletzung am Fuß.
Zuerst einmal zeigten sich die Löwen torhungrig in der mit lediglich knapp 100 Zuschauern dünn besetzten Eisarena. Nach nur 57 Sekunden gelingt Leon Decker ein kurioses Tor, das Philipp Wieland sehr wahrscheinlich nicht in seinen Torhüter-Lebenslauf mitaufnehmen wird. Nach einem Schuss an die Bande hinter dem Tor, prallte der Puck an den Schlittschuh des Torhüters und von dort in das Gehäuse der Mammuts.
Nach nur einer weiteren Minute ebbte die Euphorie über diese frühe Führung jedoch wieder ab. Matthias Müller auf Seiten der Schongauer glich den Spielstand wieder
aus. Im weiteren Verlauf spielten die Löwen sehr starkes Eishockey ohne jedoch zwingend vor dem Tor zu sein. Dies änderte sich in der siebten Spielminute. Da nämlich legte Leon Decker einen Pass auf den Schläger von Philipp Lode, welcher den Spielstand auf 1:2 erhöht.
Weitere Möglichkeiten durch Tim Ludwig oder auch Florian Brenninger, der allein auf das Tor zulaufen konnte, verliefen
leider im Sand und endeten beim Gastgeber-Goalie Wieland.
Im zweiten Durchgang sah man die Löwen auch druckvoll. Selbst eine eigene Unterzahl in der 25. und 26. Minute spielten die Blau-Gelben so souverän, dass man hätte meinen können, es würde kein Spieler fehlen. Doch eine Unachtsamkeit, drei Sekunden vor Ablauf der Strafe genügte den Schongauern, um mit ihren schnellen Kombinationen vor dem gegnerischen Tor Christoph Lode aus dem Konzept und den Puck über die Linie zu bringen.
Nur gut drei Minuten später sollten die Mammuts noch einmal nachlegen. Erneut nutzte Schongau hierbei die eigene Gedankenschnelligkeit in Verbindung mit einer etwas behäbigen Verteidigungsleistung der Waldkraiburger Spieler. Auch dieses Mal bissen sich die Löwen zurück ins Spiel und glichen das Spiel aus. Nach einem Angriff von Michal Popelka von der rechten Seite aus, kann Johannes Hipetinger einen Abpraller in die verwaiste linke Seite des Tores schieben und somit bereits seinen zweiten Treffer in der Seniorenmannschaft der Löwen markieren.
Im dritten Spielabschnitt waren die Löwen nicht wieder zu erkennen. Viel zu einfach ließ man sich von einem zeitweise sehr hoch stehenden Gegner verunsichern und kreierte durch entsprechende Fehlpässe die Chancen gegen sich. Eine dieser Unachtsamkeiten nutzte Schongaus Jason Lavallée in einer Zwei-auf-Null-Situation in der 45. Minute zum 4:3. Zwar gab es weiterhin Möglichkeiten des EHC den Spielstand erneut auszugleichen, jedoch fehlte der müden Löwen-Mannschaft der letzte
Biss, sodass auch nach Herausnahme von Christoph Lode, der rettende Ausgleich bis zum Schluss nicht fallen wollte und der EHC gezwungen war, ohne Punkte vom Lech nach Hause an den Inn zu fahren.
aha
Foto: Paolo del Grosso
Spielstatistik
EA Schongau – EHC Waldkraiburg 4:3 (1:2, 2:1, 1:0).
EHC Waldkraiburg
Tor: Lode C. (Yeingst).
Abwehr: Lode F.; Kanzelsberger A.; Schmidt; Rott; Beck; Loboda; Seifert.
Angriff: Neuert; Brenninger; Ludwig; Decker; Hipetinger; Popelka; Lode P.; Stanik; Zimmermann
Tore: 0:1 (1.) Decker; 1:1 (2.) Müller (Tomanek, Lavallée); 1:2 (7.) Lode P. (Decker, Beck); 2:2 (26.)
Müller (Tomanel, Lavallée – 5-4 ÜZ); 3:2 (29.) Höfler (Seelmann, Mauchler); 3:3 (31.) Hipetinger
(Popelka, Neuert); 4:3 (45.) Lavallée (Höfler, Holzmann);
Zuschauer: 98 
Strafzeiten: Waldkraiburg: 8, Schongau: 4