Theater Wasserburg setzt Reihe „Verbranntes“ in Zusammenarbeit mit der VHS fort

Hilmar Henjes und Nik Mayr, Ensemblemitglieder aus dem Theater Wasserburg, lesen am heutigen Donnerstagabend um 20 Uhr online – und zwar Ausschnitte aus Briefen, Essays, Lyrik und Prosa von Autoren, deren Werke verbrannt oder verboten wurden. Zu hören sind außerdem politische Positionspapiere und weiteres Material zum Thema. Damit wird die Reihe „Verbranntes“ in Zusammenarbeit mit der VHS Wasserburg fortgesetzt. Dieser vierte und zugleich vorletzte Teil wird in Anbetracht der derzeitigen pandemischen Lage wieder live via Zoom übertragen.


Bereits die zweite Lesung, ebenfalls mit Hilmar Henjes und Nik Mayr, war schon über Zoom angeboten worden. Da das Interesse an dieser Online-Lesung damals so groß war, dass die Besucherzahl die derzeitige Auslastungsmöglichkeit des Theatersaals übersteigen würde – die den Corona-Bestimmungen zufolge auf 25 Prozent begrenzt ist – wird nun erneut „gezoomt“.


Anmelden kann man sich zu dieser kostenfreien Lesung über die Volkshochschule Wasserburg, www.vhs-wasserburg.de, Telefon 08071 4873.

Wer angemeldet ist, erhält den Zugangslink.

Als Orte der Demokratie und Bildung möchten die VHS Wasserburg und das Theater Wasserburg mit dieser gemeinsamen Aktion die wirkende Kraft der Bildung im Immunsystem der Demokratie stärken.

Zugrunde liegt die Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai 1933, eine von der Deutschen Studentenschaft geplante und inszenierte Aktion, bei der Studenten, Professoren und Mitglieder nationalsozialistischer Parteiorgane die Werke von ihnen verfemter Autoren ins Feuer warfen.

Auch in Wasserburg brannten im Mai 1933 Bücher – direkt vor dem historischen Rathaus. Bis in die heutige Zeit sind Schriftstücke politischer Willkür oder sonstigen vorgeschobenen Ablehnungsgründen ausgesetzt, worauf in der Lesung ebenfalls deutlich gemacht wird.

www.theater-wasserburg.de