Mitglieder der Steuerungsgruppe der Gesundheitsregion plus des Landkreises veröffentlichen heute ein Konsensus-Statement


In einem gemeinsamen Statement werben die Mitglieder der Steuerungsgruppe der Gesundheitsregion plus des Landkreises Rosenheim jetzt dafür, sich mit einer Grundimmunisierung sowie einer Booster-Impfung vor einer  Corona-Erkrankung zu schützen.
Die Steuerungsgruppe sei überzeugt, dass die Corona-Impfung neben dem persönlichen Nutzen auch der Gesundheit der ganzen Gesellschaft diene. Sie sei daher nicht nur eine persönliche Angelegenheit, sondern ein Stück gelebter Verantwortung für die Gemeinschaft. Nur durch eine hohe Impfrate in der Bevölkerung lasse sich die Corona-Pandemie überwinden. So heißt es in einer Pressemitteilung am heutigen Donnerstag-Nachmittag.
Vorsitzender der Gesundheitsregion plus ist Landrat Otto Lederer.
Mitglieder der genannten Steuerungsgruppe sind
Dr. Jens Deerberg-Wittram (RoMed Klinikverbund), Gisela Deindl (Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten), Dr. Gregor Droscha (Ärztenetz Rosenheim e.V.),
Erster Bürgermeister Andreas Friedrich (Markt Prien am Chiemsee), Jakob Hartmann (Caritas Altenheim St. Franziskus Kolbermoor), Dr. Wolfgang Hierl (Staatl. Gesundheitsamt Rosenheim), Dr. Fritz Ihler (Ärztlicher Kreisverband Rosenheim),
Prof. Dr. Sabine Ittlinger (Technische Hochschule Rosenheim), Florian Nagele (Mangfall-Apotheke & Bayerischer Apothekerverband), Klaus Voss (Diakonisches Werk des Evang.-Luth. Dekanatsbezirks Rosenheim e. V.).
Aktuell liege die Impfrate in Stadt und Landkreis Rosenheim bei nur etwa 60 Prozent von der Gesamtbevölkerung. Die wöchentlichen Zuwächse dieser Rate würden sich im Zehntelprozent-Bereich bewegen. Das sei für einen nennenswerten Beitrag zu einer Herdenimmunität viel zu gering, schreiben die Mitglieder der Steuerungsgruppe in dem heute veröffentlichten Konsensus-Statement.
Wie wichtig der Schutz durch die Impfung sei, zeige sich deutlich an den Daten des Rosenheimer Gesundheitsamtes. Die vierte Welle treffe vor allem Personen, die bislang ungeschützt seien – also Personen, die nicht geimpft seien oder die Infektion noch nicht durchgemacht hätten, heißt es in dem Schreiben. Zudem sehe
man, dass der Schutz des Impfstoffes mit zunehmender Zeit nachlasse. Dies unterstreiche die Notwendigkeit einer Booster-Impfung mindestens fünf Monate nach der Grundimmunisierung.
Immer wieder komme es zu Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen, Schulen, Kitas und Kliniken.
Die Kliniken in der Region seien mittlerweile an ihrer Leistungsgrenze angekommen, die Lage auf den Intensivstationen extrem belastend und die Kapazität der COVID-Intensivbetten ausgeschöpft. Überwiegend würden in den Kliniken ungeimpfte Patienten intensivmedizinisch versorgt, so die  Steuerungsgruppe weiter.
Die Impfung schütze in den meisten Fällen vor einem schweren Verlauf und könne damit auch zur Entlastung der Intensivstationen beitragen, heißt es in dem gemeinsamen Schreiben.
Alle in der Europäischen Union zugelassenen Corona-Impfstoffe seien sicher und würden eine sehr gute Wirksamkeit gegen die Corona-Erkrankung haben. Ein Impfstoff werde von den zuständigen Behörden nur zugelassen, wenn der Nutzen die Risiken um ein Vielfaches überwiege.
Auch nach der Zulassung werde der Impfstoff fortlaufend weiter beobachtet. Dabei verweisen die Mitglieder der Steuerungsgruppe auf die Experten der STIKO, die eine kontinuierliche Bewertung der Impfstoffe auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Daten vornehmen.