Große Anerkennung: Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg erhält Förderung für angewandte Forschung mit virtueller Realität


Die Digitalisierung hat längst die Psychiatrie und Psychotherapie erreicht. Am kbo-Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg werden schon seit Jahren neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden mit virtueller Realität (VR) erforscht – als Fahrsimulation ebenso wie im Bereich der Angststörungen, wo VR digitale Szenarien für die sogenannte Konfrontationstherapie ermöglicht.


Jetzt sollen Patienten mit erhöhtem Alkoholkonsum mit Hilfe modernster Technik üben, vom Alkohol Abstand zu halten. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege fördert ab 2022 ein Projekt am kbo-Inn-Salzach-Klinikum, bei dem es darum geht, Menschen mit erhöhtem Alkoholkonsum zu helfen, diesen zur reduzieren.

„Wir freuen uns sehr über die Förderung und sehen darin auch eine Anerkennung unserer langjährigen Erfahrung mit VR als Forschungs- und Therapiemedium“, so Prof. Dr. Peter Zwanzger, Ärztlicher Direktor des kbo-Inn-Salzach-Klinikums.

Das Projekt hat eine Laufzeit von 1,5 Jahren.

Virtuelle Realität (VR) ist eine Form der Computersimulation, bei der die Nutzer in computergenerierte Räume eintauchen. Mit VR lassen sich die unterschiedlichsten Szenarien realisieren, die in der Psychotherapie innovative Behandlungsformen ermöglichen. Patientinnen und Patienten können in der virtuellen Realität neue Verhaltensweisen ausprobieren und üben – mit deutlich weniger Aufwand als in der Realität.

„Mit unserer VR-Forschung möchten wir in der Versorgung den Weg für neue, technikgestützte und digitale Therapieformen bereiten“, so Prof. Zwanzger.