Bayern strenger bei den privaten Kontakt-Verboten für Ungeimpfte: Nur Kinder bis zwölf Jahre erlaubt, nicht wie bundesweit bis 14 Jahre


Wieder gab es am Mittag eine Pressekonferenz mit Ministerpäsident Markus Söder – nach der heutigen Sondersitzung zu den erneut verschärften Pandemie-Maßnahmen: 2G im Handel ab dem kommenden Mittwoch, strengere Kontaktbeschränkungen und Geisterspiele im Profi-Sport schon ab dem morgigen Samstag: Diese Maßnahmen hat Bayerns Kabinett wie angekündigt beschlossen.


Über eine Testpflicht in Kitas gibt es noch keine Entscheidung. Die Weihnachtsferien sollen nicht früher beginnen, so der Plan.

Die 2G-Regel im Handel gilt in Bayern laut Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ab kommendem Mittwoch, um den Geschäften Zeit für die Vorbereitung zu geben.

Ausgenommen sind nur Läden des täglichen Bedarfs, in denen Ungeimpfte noch Zutritt haben. Welche das sind, ergebe sich laut Söder aus einer entsprechenden Liste, die es vor einigen Monate im Zuge der sogenannten Bundesnotbremse gab.  

Dazu gehören Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Apotheken, Drogerien, Gartenbedarf, Sanitätshäuser, Optiker, Tankstellen, Buchhandlungen, Blumenläden und der Weihnachtsbaum-Verkauf.

Die Außengastro ist für Ungeimpfte ab sofort überall nun tabu.

Die Laden-Inhaber seien verpflichtet, alles streng zu kontrollieren.

Kontaktverschärfungen beschlossen

Beschlossen hat das Kabinett auch die bereits angekündigten Kontaktverschärfungen: Treffen, an denen ein Ungeimpfter oder nicht Genesener beteiligt ist, sollen demnach beschränkt werden auf den eigenen Haushalt und maximal zwei Personen eines anderen. Nur Kinder unter zwölf Jahren nicht mitgezählt. Das sei in Bayern nun noch mal strenger als bundesweit, denn da gelte bis 14 Jahre, hieß es bei der PK.

Ebenfalls beschlossen hat das Kabinett das bundesweit vereinbarte Ansammlungsverbot an Silvester und Neujahr.

Kita-Testpflicht: Vorschlag erst nächste Woche

Keine Entscheidung gab es mit Blick auf eine mögliche Testpflicht für Kita-Kinder in Bayern. Bis Dienstag werde es dazu einen Vorschlag des Sozialministeriums geben, kündigte Söder an. Im Gespräch sind dafür – wie in den Grundschulen – sogenannte PCR-Pooltests.

Eine entsprechende Regelung müsse aber praktikabel und umsetzbar sein, sie dürfe nicht zu einer Überbelastung des Kita-Personals führen, betonte der Ministerpräsident.

Bund-Länder-Beschluss: Viele Regeln gelten in Bayern schon

Mehrere weitere Maßnahmen, auf die sich Bund und Länder am gestrigen Donnerstag verständigt haben, gibt es in Bayern bereits. Clubs und Diskotheken sind geschlossen, Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen müssen auch im Unterricht Masken tragen. In Kinos und Theatern dürfen nur Geimpfte und Genesene mit einem aktuellen negativen Corona-Test Platz nehmen – und die Auslastung ist limitiert: In Kultureinrichtungen bleibt es weiter bei einer erlaubten Auslastung von 25 Prozent.

Auch die bayernweite Sperrstunde in der Gastronomie ab 22 Uhr bleibt bestehen.

Geschlossen bleibt alles wie Gastro, Kino, Theater für alle bei einer Inzidenz über 1000 – aufgehoben erst, wenn die Inzidenz fünf Tage lang unter der 1000 liegt.

Quelle BR