Neue, provisorische Kinderkrippe in Reitmehring seit Oktober in Betrieb - Heute offiziell vorgestellt


„Normalerweise müsste es ein Eröffnungsfest geben“, meinte Bürgermeister Kölbl beim heutigen Pressegespräch zur neuen Kinderkrippe der Kindertagesstätte in Reitmehring. „So ein Fest, bei dem es etwas zu essen und zu trinken gibt und alle, Kinder, deren Eltern und die Betreuer miteinander feiern.“ Eingedenk der aktuellen Inzidenzzahlen sei das im Moment leider nicht möglich, meinte Kölbl weiter, deshalb habe man lediglich einen Pressetermin anberaumt. 


Im vergangenen Jahr seien die Anmeldungen für die Kindertagesstätte in die Höhe geschnellt, sodass man habe handeln müssen, und zwar schnell.

Man habe mehrere Lösungen diskutiert, wissend, dass die Einrichtung einer Gruppe für die Kindertagesstätte normalerweise zirka eine Million Euro koste. Man habe überlegt, ob nicht die vorläufige Errichtung eines Containers sinnvoll sei oder man eine „Waldgruppe“ ins Leben rufe, habe dies aber verworfen, da sich eine andere, bessere Lösung anbot: Durch die Corona-Pandemie gibt es derzeit weniger Advents- und Christkindlmärkte, was dazu führt, dass die Hütten von den Weihnachtsmärkten eben nicht so zahlreich gebraucht würden.

Kölbl erläuterte, dass die Anmietung einer Hütte von einem Weihnachtsmarkt nicht nur eine optisch schönere, sondern auch eine finanziell günstigere Lösung gewesen sei. Man habe die Hütte für zwei Jahre angemietet. „Dann wissen wir auch, wann der Kindergarten der Adventsgemeinde öffnen wird und dann können wir besser planen!“

In der Krippe, die Ende Oktober in die neuen Räumlichkeiten umgezogen ist, werden derzeit 12 Kinder betreut, das sei, so die Leiterin der Kindertagesstätte Reitmehring, Anja Zeller, die Größe, mit der man sehr gut umgehen könne. Die dritte Gruppe der Kindertagesstätte für die vier- bis sechsjährigen Kinder habe dann Anfang November, nachdem die Krippe ihren Umzug gehabt habe, geöffnet werden können, sodass nunmehr knapp 90 Kinder in der Kindertagesstätte Reitmehring untergebracht werden könnten.

Der Zeitplan des Umbaus sei allerdings sehr ehrgeizig gewesen, meinte der anwesende Vertreter des Bau- und Umweltamtes der Stadt Wasserburg, Roy Tinter. Im Mai 2021 habe der Hauptausschuss des Stadtrates beschlossen, diese Form des zusätzlichen Angebotes umzusetzen. Man habe Baugenehmigungen eingeholt, den Brandschutz berücksichtigt, die Erschließung mit Strom, Wasser und Abwasser und weitere bauliche Veränderungen umgesetzt und habe im Oktober 2021 die erforderlichen Umbaumaßnahmen abschließen können. Geöffnet ist der neue Standort der Krippe seit 1. November 2021. Die Architektur des Gebäudes, ganz in Holz gehalten, strahle viel Wärme und Gemütlichkeit aus, darin waren sich alle Teilnehmer des Pressegesprächs einig, ideal für kleine Kinder, die sich hier sehr gut eingewöhnen können. Roy Tinter erklärte noch, dass das ganze Gebäude mit einer speziellen CO2-neutralen Luft-Luft-Beheizung ausgestattet sei, was den Wohlfühleffekt durchaus erhöhe.

Die dort untergebrachte Gruppe, die sich „Spatzennest“ nennt, fühlt sich jedenfalls sehr wohl, das konnten die Besucher heute eindeutig feststellen. 

Text und Fotos: RP