Resolution des Rosenheimer Stadtrats zum Corona-Infektionsgeschehen in der Stadt Rosenheim und der Region


Der Rosenheimer Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich nachstehende Resolution beschlossen: „Die Corona-Fallzahlen in der Stadt Rosenheim und der Region steigen exponentiell an. Als Folge davon ist die Situation in den RoMed-Klinken stark angespannt. Die Kapazitäten in Intensivbetten sind ausgeschöpft und das Personal befindet sich an der absoluten Belastungsgrenze. Seit Kurzem müssen auch planbare Eingriffe verschoben werden. Es droht der Kollaps der klinischen Versorgung und damit eine Gefährdung aller Bewohnerinnen und Bewohner in der Stadt Rosenheim.“


Ein großer Teil der stationär behandelten Patienten sei ungeimpft und nahezu täglich wachse die Zahl der schwer Erkrankten in den Kliniken der Region an. Um diese Entwicklung stoppen zu können, appelliert der Rosenheimer Stadtrat an alle Bürgerinnen und Bürger, Verantwortung und Solidarität zu zeigen und sich und ihre Familien gegen Covid-19 impfen zu lassen. Diese Impfung sei gerade nicht nur eine persönliche Angelegenheit.

Neben dem Impfzentrum auf der Loretowiese und den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, wo im Rahmen von Terminvereinbarungen die Impfung schnell und unbürokratisch erledigt werden könne, gebe es auch noch andere Möglichkeiten:

Die Stadt Rosenheim bietet ein freiwilliges, niederschwelliges, mobiles Impfen an den weiterführenden Schulen inklusive Berufsschulen und der Privaten Wirtschaftsschule Dr. Kalscheuer an.

Die Abwicklung erfolge über die Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigten. Die Impfaufklärung erfolge durch den Impfarzt, die Schulen würden durch Impfappelle die Aktion flankieren.

Die Bundesregierung werde dazu aufgerufen, schnellstmöglich die Rechtsvoraussetzungen für eine Impfpflicht zu prüfen und zu schaffen.

Oberbürgermeister Andreas März: „Die Lageberichte des Leiters unseres Gesundheitsamtes Dr. Hierl und unseres Klinik-Geschäftsführers Dr. Deerberg haben die Dramatik der Lage eindrücklich vor Augen geführt. Die Stadträtinnen und Stadträte haben die Diskussion, speziell im Hinblick auf die allgemeine Impfpflicht, auch in der verfassungsrechtlichen Abwägung mit großem Ernst geführt. Mich hat das persönlich sehr beeindruckt. Wer die Berichte und die Diskussion verfolgt hat, wird überzeugt sein: Am Impfen führt kein Weg vorbei.“

Die Resolution wird nun dem Bundeskanzleramt, Ministerpräsident Dr. Söder, der heimischen Wahlkreisabgeordneten Daniela Ludwig und dem Stimmkreisabgeordneten Klaus Stöttner übermittelt.