EHC Waldkraiburg ohne Punkte gegen Miesbach

Ein in vielerlei Hinsicht gebrauchtes Wochenende für den EHC Waldkraiburg ist vorüber. Gleich zweimal verlor man in zwei packenden Bayernliga-Partien gegen den TEV Miesbach. Zum anderen herrscht seit Anfang des letzten Wochenendes eine gewisse Unsicherheit, was den weiteren Spielbetrieb des EHC Waldkraiburg betrifft.


Das Hinspiel, wenn man es so nennen möchte, in der Waldkraiburger Raiffeisen-Arena war, wenn man den Worten des Gästetrainers Michael Baindl glauben mag, eines Oberligaspiels würdig. Und tatsächlich schenkten sich beide Teams nichts auf dem Eis, was im Nachhinein auch gut an den Strafminuten ersichtlich war. Hier standen bei Abpfiff 16 auf der Seite der Waldkraiburger und 22 auf dem Strafen-Konto der Miesbacher Truppe. Auch fielen vier der insgesamt fünf Tore bei reduzierter Spieleranzahl, was gleichzeitig die Frage aufwirft wie das Spiel bei weniger Strafen ausgegangen wäre.

Die erste Strafe auf der Seite der Löwen kassierte Florian Brenninger, ganz unspektakulär für Beinstellen. Nur 12 Sekunden trennten die Industriestädter davon diese erste Strafe unbeschadet zu überstehen, dagegen hatte Miesbachs Sebastian Deml jedoch etwas und sorgte für das 1:0 der Gäste.

Im weiteren Spielverlauf spielten beide Teams Spitzeneishockey, doch taten sich die Löwen schwer in das Tor zu treffen. Das mag mitunter am starken Anian Geratsdorfer gelegen haben, doch auch am Pech im Abschluss. So verstrich auch der zweite Durchgang irgendwo zwischen Strafen und „Oberligaeishockey“ ohne jedoch Zählbares auf die Anzeigetafel zu bringen.

10 Sekunden vor Schluss des Durchgangs, dieses Mal hatten beide Teams einen Spieler auf dem Sünderbänkchen, erhöht Franz Mangold den Spielstand zugunsten der Gäste auf 2:0.

Selbst eine doppelte Strafe der Miesbacher nutzen die Löwen nicht zu einem Torerfolg im dritten Durchgang, vorerst wollte die Scheibe einfach nicht ins Gehäuse. Auch der TEV tat sich schwer einen soliden Christoph Lode im Tor der Löwen zu bezwingen. Bis zur 55. Minute sollte es dauern bis die Löwen punkten konnten und dann gleich als Doppelschlag. Erst war es Florian Brenninger der vielumjubelt den 1:2-Anschluss erzielte, nur rund eine Minute später egalisiert Philipp Lode den Spielstand auf 2:2. Gerade als Zuschauer, Spieler und Fans dachten es könnte in die, leistungsgerechte, Verlängerung gehen, erzielt Miesbachs Dauer-Kontingentspieler Bohumil Slavíček den 2:3-Endstand.

 

Ganz anders als am Freitag sah das Spiel am Sonntag aus. Zuerst jedoch, das betrifft den ersten Durchgang, das gewohnte Bild zweier stark kämpfenden Teams mit recht deutlichem Oberwasser für den EHC Waldkraiburg in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten. So ergab sich nach der Hälfte der Spielzeit erneut ein Doppelschlag für die Löwen der den TEV Miesbach etwas verwirrt haben dürfte. In der achten Minute war es erneut Florian Brenninger der von der unlängst erfolgten Reihenumstellung zu profitieren scheint. Eine gute Minute später ist es dann Philipp Seifert der, samt beeindruckendem Movember-Bart, das Spielgerät zum 0:2 in die Maschen drischt. Unbeeindruckt von dieser schnellen Zwei-Tore-Führung zeigte sich Miesbachs Slavíček. Im vier gegen vier erzielt er den Anschluss und gleichzeitigen Pausenstand von 1:2.

Der zweite Durchgang begann für Miesbach absolut nach Plan. Nach gut zwei gespielten Minuten gleicht Franz Mangold den Spielstand aus. Dieser Treffer gab den Gastgebern scheinbar so viel Motivation mit, dass sie von nun an das Spiel an sich rissen und optisch das stärkere Team auf dem Platz sind. Dennoch hielten die Löwen mit allem was sie haben dagegen, weshalb Miesbach mit hartem Spiel und damit einhergehenden Strafen agieren musste. Eine Doppelstrafe des TEV nutzt der Löwe Michal Popelka zum 2:3-Pausenstand aus.

Die Pausen-Hoffnung der rund 30 mitgereisten Waldkraiburger Fans ruhte auf einem Fernbleiben von der Strafbank und dass man so das Ergebnis bis ans Spielende tragen könnte. Diese Hoffnung konnte nach nur 16 Sekunden im letzten Durchgang begraben werden. Da nämlich nagelte der Ex-Löwe Matthias Bergmann einen Schuss unter die Latte der das Spiel erneut ausglich. Drei weitere Tore sollten in der Folge noch fallen, allesamt für die gastgebende Mannschaft. Meier in der 48. Minute, Grabmaier in der 52. Minute und schließlich, als das Spiel ohnehin schon entschieden war, Miesbachs Spieler des Abends Franz Mangold, vier Sekunden vor Schluss aus spitzestem Winkel zum 6:3 Endstand.

Ob und wie die Löwen in den kommenden Tagen oder Wochen trainieren oder spielen können steht derzeit noch in den Sternen. Die Inzidenzen im Landkreis sind stabil hoch und somit müssen zum Ausgleich die Aktivitäten heruntergefahren werden. Der Verein wird darüber jedoch informieren sobald es Neuigkeiten hierzu gibt.

AHA