Und die Frage, wird 2G reichen, um diese nie gekannte Welle der Infektion zu brechen ...

Mit einer Inzidenz von 914,3 Fällen steht nun auch der Landkreis Rosenheim knapp vor der 1000er Inzidenz! Die Corona-Zahlen rasen und die Frage geht um, wird 2G überhaupt reichen, um diese nie gekannte Welle der Infektion zu brechen? Unser Nachbarland Österreich – einst stets etwa 14 Tage in der Pandemie-Entwicklung vor uns – sagt NEIN für die Region um Salzburg zum Beispiel. Dort werden nun alle in einen Lockdown gehen – auch alle Geimpften. Deutschland brachte gestern Abend bei einem Bund-Länder-Gipfel seinerseits neue Maßnahmen auf den Weg.


Auf Intensiv in den Kliniken im Landkreis sind von 65 Betten insgesamt am heutigen Freitagmorgen 61 belegt – 16 Patienten sind Corona-Infizierte mit einem schweren Verlauf – siehe Divi-Grafik anbei.

Laut Robert-Koch-Institut liegt Bayern mit 625,3 heute deutschlandweit von allen Bundesländern an der unerfreulichen Spitze.

Die Hospitalisierungs-Inzidenz wird der neue Maßstab für Corona-Regeln in Deutschland. Hier geht es nun um die Werte drei, sechs und neun – wobei bei neun offenbar noch offen ist, ob dann so wie in Österreich reagiert wird. Jedenfalls zielt Letzteres auf das als Klausel:

Nach einem entsprechenden Landtagsbeschluss sollen die Länder auch härtere Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen oder Einschränkungen und Verbote verhängen können. In Bayern steht die Hospitalisierungs-Inzidenz auf 8,7 – laut Bayerischem Gesundheitsamt von heute Morgen.

Die Länder wollen zudem Beschäftigte unter anderem in Krankenhäusern und Pflegeheimen zur Corona-Impfung verpflichten. Die Pflicht soll da in Kraft treten, wenn es beruflichen Kontakt zu vulnerablen Personen gibt.

Die Auffrischungsimpfungen sollen ab sofort viel schneller erfolgen. 4,8 Millionen Menschen haben bislang eine sogenannte Boosterimpfung bekommen. Bis Jahresende sollen schnell noch etwa 27 Millionen Impfungen hinzukommen, hieß es gestern Abend in der MPK-Pressekonferenz. Also eine Million Impfungen pro Tag etwa – dafür bedürfe es einer Kraftanstrengung, für die in der kommenden Woche ein Plan vorgelegt werden solle. Das Technische Hilfswerk und der Katastrophenschutz hätten ihre Unterstützung angeboten.

Die Länder sehen bei der Umsetzung der geplanten 3G-Regel in Bussen und Bahnen Probleme. Das geht aus dem Beschlusspapier aus den Beratungen mit dem Bund am gestrigen Donnerstag hervor. Dort heißt es: „Aus Sicht der Länder stellen sich hinsichtlich der praktischen Umsetzung einer solchen Vorgabe gewichtige Fragen.“

Die 3G-Regel besagt, dass Fahrgäste, die nicht geimpft oder genesen sind, einen Nachweis über einen negativen Corona-Schnelltest mit sich führen müssen. Bei Fahrtantritt darf die Testabnahme nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Der Testnachweis ist auf Verlangen vorzuzeigen.

Die Corona-Maßnahmen sollen am 9. Dezember in der nächsten Ministerpräsidenten-Konferenz überprüft werden. Die Länder hätten die Zusage vom wahrscheinlich nächsten Kanzler Olaf Scholz bekommen, dass dann überprüft werde, ob der Maßnahmenkatalog für die Pandemie-Bekämpfung ausreiche.

Quellen RKI / Divi