Im Landkreis am gestrigen Sonntag Männer bei Grenzkontrollen verhaftet


Die Rosenheimer Bundespolizei hat Sonntagmittag einen gesuchten Rumänen für 125 Tage ins Gefängnis gebracht. Gegen den 41-Jährigen lag, wie sich bei der Kontrolle auf der A93 nahe Kiefersfelden herausgestellt hatte, ein Haftbefehl der Münchner Justiz vor. Wegen mehrerer Diebstahlsfälle hätte er seit Mitte dieses Jahres eine Geldstrafe in Höhe von rund 2000 Euro einschließlich Verfahrenskosten zahlen müssen.


Statt seine Justizschulden zu begleichen, hatte sich der Mann aber offenbar vorerst ins Ausland abgesetzt. Bei seiner Rückkehr in einem Kleintransporter mit moldauischen Kennzeichen schlug der Polizeicomputer Alarm. Mangels finanzieller Möglichkeiten musste er ersatzweise die rund viermonatige Freiheitsstrafe antreten. Er wurde in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert.

Ins Traunsteiner Gefängnis hat die Bundespolizei zuvor auch einen pakistanischen Staatsangehörigen gebracht. Der 29-Jährige war mit einem in Italien zugelassenen Fernreisebus unterwegs. Bei der Überprüfung seiner Personalien an der Rastanlage Inntal-Ost kam ans Licht, dass das Amtsgericht in Stuttgart einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Mann erlassen hatte. Dem Pakistaner wird vorgeworfen vor knapp drei Jahren ein Betrugsdelikt verübt zu haben. Auf Anordnung des Amtsgerichts in Rosenheim hin musste er in die Haftanstalt …

Bundespolizei stoppt mutmaßliche Schleuser

Die Bundespolizei hat am Sonntag bei Grenzkontrollen auf der A93 zudem einen Pakistaner und einen Ungarn festgenommen. Den Männern wird vorgeworfen, dass sie mehreren Personen zur illegalen Einreise verhelfen wollten.

In den Morgenstunden kontrollierten die Bundespolizisten auf der Inntalautobahn die Insassen eines Autos mit italienischen Kennzeichen. Der Pakistaner am Steuer des Wagens wies sich mit einer Aufenthaltserlaubnis für Italien aus. Einen Pass konnte der 24-Jährige nicht vorlegen. Seine beiden Mitfahrer hatten keine gültigen Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland dabei. Eigenen Angaben zufolge stammen sie aus Pakistan beziehungsweise Indien. Gemeinsam mit ihrem Fahrer wären sie nur für ein paar Tage zum Sightseeing nach München unterwegs.

Die gemeinsame Reise endete bei der Rosenheimer Bundespolizei. Alle Drei wurden wegen versuchter unerlaubter Einreise angezeigt. Der Fahrer wird sich zudem voraussichtlich schon bald wegen Schleuserei verantworten müssen. Ihn hat die Bundespolizei zusammen mit seinem indischen Begleiter nach Österreich zurückgewiesen. Der andere Pakistaner wurde vorerst an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet.

Sonntagabend stoppten die Bundespolizisten in der Grenzkontrollstelle bei Kiefersfelden zwei offenkundig zusammengehörende Kleintransporter mit österreichischer Zulassung. In einem der Wagen, der von einem 68-jährigen Ungarn gesteuert wurde, fuhren zwei Russen mit, die ohne die erforderlichen Dokumente einreisen wollten.

Im zweiten Auto befand sich ein tunesischer Staatsangehöriger, der zwar einen Reisepass, aber weder ein Visum noch eine Aufenthaltserlaubnis vorlegen konnte. Die russischen Staatsangehörigen und der Tunesier berichteten, dass sie in der Vergangenheit in Tirol gearbeitet hätten. Sie wurden wegen ihrer illegalen Einreiseversuche angezeigt.

Anschließend mussten sie das Land wieder in Richtung Österreich verlassen. Der ungarische Fahrer konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Heimreise antreten, muss allerdings mit einem Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern rechnen.