Acht Tore der Gladiators aus Erding waren zu viel: EHC Waldkraiburg verliert - Heute kommt Buchloe


Ein Eishockeyabend zum Vergessen endete für den EHC Waldkraiburg gegen den  TSV Erding. Zwar gab es auch in dieser Bayernliga-Partie aufschlussreiche Erkenntnisse zu gewinnen, doch bringen Erkenntnisse – und wenn sie noch so gut sind – keine Punkte in der Tabelle für den EHC Waldkraiburg.

Der Sonntagsgegner der Löwen heute nun kommt aus Buchloe. Geographisch sind es rund 130 km Luftlinie von Buchloe nach Waldkraiburg, tabellarisch ist es lediglich ein mageres Plätzchen, das die Pirates von den Löwen trennt. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der EHC Waldkraiburg ein Spiel weniger auf dem Konto hat. Die bisherigen Ergebnisse der Ostallgäuer sprechen für ein Team, welches sich in der Tabellenmitte tummeln wird und entsprechend um den achten und letzten Play-Off-Platz kämpfen wird.


Das Spiel startet wie gewohnt um 17.15 Uhr in der Raiffeisen-Arena unter Beachtung der 3G-Regeln. Übertragen wird das Spiel selbstverständlich auch wieder. Infos unter www.ehcwaldkraiburg.com.

Zur Erdinger Partie:
Dabei startete das Spiel sehr vielversprechend für den EHC Waldkraiburg. Praktisch vom ersten Bully
weg konnte sich Michal Popelka durchsetzen und Christoph Schedlbauer im Tor der Gladiators eiskalt
erwischen. Auf Zuspiel von Christian Neuert erzielte der Tscheche das 1:0 nach Sage und Schreibe 24
Sekunden Spielzeit. Auch in der Folge drückten die Löwen die Erdinger Mannschaft immer mehr ins
eigene Spieldrittel und ihre Körpersprache verriet, dass sie diese Partie, nach dem ungewollt
spielfreien Wochenende von letzter Woche, gerne gewinnen wollten.
So durften sich in der Folge
Neuert oder auch Philipp Lode an Torschüssen versuchen, blieben jedoch ohne Torerfolg. Auch einen
gut herausgespielten Konter der Erdinger, gefahren von Marko Babic entschärfte Yeingst im Tor der
Löwen mit seinem linken Schoner im Liegen zunächst. In der fünften Minute jedoch der Ausgleich der
Gladiators. Wieder war es eben angesprochener Babic der es dieses Mal besser machte. Dennoch
blieb Waldkraiburg weiter am Drücker in diesem Durchgang, man schoss aus allen Lagen und
kombinierte sich vor das Tor, doch ohne Zählbares, macht auch die schönste Kombination nur halb so
viel Spaß.
Die wenigen Chancen des Tabellenzweiten nutzte dieser im ersten Spieldrittel
konsequenter. So erzielte Daniel Krzizok, der an diesem Abend sein 500. Spiel für seinen Verein
bestritt, in der 12. Spielminute die 2:1 Führung. Nur rund zweieinhalb Minuten später folgte die
Antwort des EHC Waldkraiburg. Leon Decker spielte den klassischen Querpass vor dem Tor auf
seinen Sturmpartner Philipp Lode und dieser schiebt das Spielgerät zum 2:2 Pausenstand, der mit
gleicher Effizienz wie der Gegner auf Seiten der Löwen, deutlich zu Gunsten der Industriestäter hätte
liegen können.
Nicht nur was die Torausbeute betrifft, sondern auch die Spielanteile, waren die Gladiators im
zweiten Durchgang deutlich überlegen. Zunächst gingen die Löwen jedoch in Führung. Felix Lode
verwertete einen Nachschuss, welchen Josef Huber möglich machte zum 2:3 Zwischenstand. Im
Anschluss daran drehte Erding auf und kam, begünstigt durch schnelles Kombinationsspiel, welches
die Löwen-Verteidigung regelmäßig aushebeln konnte, in einen wahren Torrausch. Zunächst erzielten die Gladiators eine gute Minute nach der Löwen-Führung den 3:3 Ausgleich durch Florian Zimmermann.
In der 32. Minute durfte Mark Waldhausen per Rückhand zur 4:3 Führung schlenzen
bevor keine zwei Minuten im Anschluss die Führung, erneut durch Florian Zimmermann sogar auf 5:3
ausgebaut wurde. Den Schlusspunkt setzte in diesem Durchgang erneut Mark Waldhausen mit dem
6:3 rund eine Minute vor Ende des Durchgangs. Von den Löwen kamen vereinzelte Angriffsversuche,
so probierten es Vogl, Stanik oder auch Daniel Schmidt von der blauen Linie, doch Zwingende
Möglichkeiten oder gar Tor wollte es nicht geben.
Lange benötigte dieser letzte Spielabschnitt, um etwas in Fahrt zu kommen. Fast schien es als würde
Erding gerne den Spielstand verwalten und nur noch so viele Ressourcen einsetzen wie nötig, um
Kräfte für ihr schweres Spiel am Sonntag zu sparen. Die Löwen hingegen wirkten demotiviert oder
auch etwas ratlos. So ergab es sich, dass in der 46. Minute erneut der Veteran Krzizok einen Treffer
erzielen durfte und die Führung auf 7:3 ausbaute.
Im Anschluss an diesen Treffer schienen die Löwen
aus ihrem Schlaf zu erwachen und sie begannen wieder konsequenter gegen Erding anzurennen.
Dieses Engagement resultierte rund neun Minuten vor dem Ende im vierten Treffer des Abends.
Torschütze war, in einer fünf gegen vier Überzahl Mathias Jeske von der blauen Linie. Auch die
Gladiators hatten noch nicht genug, so wurde es Timo Borrmann ermöglicht den achten Treffer zu
erzielen.
14 Sekunden vor Schluss durfte Leon Decker, der bereits einen Assist-Punkt sammeln
konnte sich mit einem strammen Schuss von links noch in die Torschützenliste eintragen und für den
8:5 Endstand sorgen.
aha
Foto: Paolo Del Grosso