Ein 40-Jähriger aus Tuntenhausen und ein 42-Jähriger aus Aschaffenburg zeigten während einer Zugfahrt absolute Zivilcourage


Die Rosenheimer Bundespolizei hat gestern diese zwei Männer für ihr hoch anzurechnendes, couragiertes Handeln geehrt: Ein 40-jähriger Mann aus Tuntenhausen (links im Bild) und ein 42-Jähriger aus Aschaffenburg zeigten während einer Zugfahrt zwischen München und Rosenheim absolute Zivilcourage und riskierten dabei sogar ihre eigene Gesundheit!


Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge war ein 24-Jähriger im Juli in dem Regionalzug wegen einer fehlenden Fahrkarte sowie des Hinweises auf die Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung mit einer Zugbegleiterin in Streit geraten. Anschließend war es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung gekommen.

Der Mann aus Tuntenhausen hatte die angespannte Situation zwischen der Bahnmitarbeiterin und dem gebürtigen Syrer bemerkt. Der 40-Jährige wollte beruhigend auf den jungen Mann einwirken. Dieser griff ihn jedoch unvermittelt tätlich an. Dabei erlitt der Südafrikaner eine Platzwunde am Kopf.

Daraufhin schritt der 42-jährige Aschaffenburger ein, um den Verletzten zu unterstützen und die Situation in den Griff zu bekommen. Auch ihn ging der Streitverursacher sofort tätlich an. Schließlich gelang es den Beiden aber trotzdem, den 24-Jährigen festzuhalten, bis die Einsatzkräfte kamen.

Ludger Otto, der Leiter der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, hat den couragierten Männern seine Anerkennung ausgesprochen: Dank des Einschreitens sei die weitere Eskalation der Auseinandersetzung unterbunden worden. „Dieses bespielhafte Engagement verdient höchsten Respekt!“, so Polizeidirektor Otto.

Foto: Bundespolizei