Es ist ihnen eine Ehre - mit Chor und Orchester: Innphilharmonie gestaltet Anfang November das Sonntags-Hauptamt im Dom


Nach dem umjubelten Orchesterkonzert der Innphilharmonie vor wenigen Tagen – das zugleich der Einstand des neuen künstlerischen Leiters Andreas Penninger war – freut nun auch der Chor darauf, nach der langen Pandemiepause endlich wieder gemeinsam mit dem Orchester öffentlich musizieren zu dürfen. Am Sonntag, 7. November, um 10 Uhr darf die Innphilharmonie das sonntägliche Hauptamt im Salzburger Dom musikalisch gestalten.


Es sei schon eine Ehre und etwas ganz Besonderes, an diesem Ort musizieren zu dürfen, freut sich Andreas Penninger. Einen schöneren, gemeinsamen Neustart nach zwei Jahren unfreiwilliger Pause könne man sich für die Mitglieder von Chor und Orchester kaum vorstellen. Engagiert und mit großer Vorfreude probe man Werke von Franz Schubert, Felix Mendelssohn-Bartholdy  und Moritz Hauptmann.

Schubert schrieb seine Messe G-Dur (D. 167) im Alter von gerade mal 18 Jahren in nur einer Woche und unterbrach dafür die Arbeit an seiner 2. Symphonie.

Auch Felix Mendelssohn-Bartholdys 3. Choralkantate a-moll MWV A7 („Wer nur den lieben Gott lässt walten“), entstanden 1828, ist ein Jugendwerk. Mendelssohn selbst betrachtete seine acht Choralkantaten als Studie und veröffentlichte sie nicht. Erst in den 1970er Jahren wurde ihnen zu ihrem Recht verholfen, so dass wir uns heute daran erfreuen können.

Gerade in schwierigen Zeiten trage und erfrische der zentrale Gedanke des Vertrauens und der Zuversicht: 

Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht – das ist der kraftvolle Schlusssatz, der auch nicht religiöse Menschen Hoffnung und innere Stärke spüren lässt – eine gute Vorbereitung auf den bevorstehenden Winter.

Abgerundet wird die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes durch Mendelssohns Chorsatz: ‚Herr, sei gnädig‘ aus dem Jahre 1833 sowie durch den ebenfalls vierstimmigen Chorsatz ‚Meine Seel‘ ist Stille zu Gott‘ (nach Psalm 62) des Louis-Spohr-Schülers, Geigers und Musiktheoretikers Moritz Hauptmann (1792-1868).

Das wäre doch für kulturliebende Bürger der Region einen Ausflug in die wunderschöne Stadt Salzburg wert, sagt eine Chorsängerin der Innphilharmonie ermunternd

Foto: Innphilharmonie