Welcher Apfel oder welche Birne wächst da eigentlich an dem Baum im eigenen Garten? Eine Sorten-Bestimmung


Wer wissen will, welche Obstsorten im eigenen Garten wachsen, dem kann geholfen werden: Im Landkreis gibt es jetzt wieder einen Termin zur Obstsorten-Bestimmung.


Welcher Apfel oder welche Birne wächst da eigentlich an dem Baum im eigenen Garten? Viel Wissen ist hier verloren gegangen, bedauert Eva Bichler-Öttl, die Projektmanagerin des Biodiversitätsprojektes „Apfel-Birne-Berge“. Interessierte können sich helfen lassen. Im Zuge des Projekts wird eine Obstsorten-Bestimmung angeboten. Einer der bekanntesten deutschen Pomologen, Hans-Joachim Bannier aus Bielefeld (Foto), kommt dazu Ende November ins „Boschnhaus“ in Vagen in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham.

„Häufig wusste noch der Großvater, wie die Apfel- und Birnensorten im Obstgarten heißen, doch nach ihm hat sich keiner so recht für den Obstgarten interessiert. Und so ist leider mit dem Großvater auch das Wissen um die Sorten, vielleicht auch um deren Pflege und Verwertung, gestorben“, sagt Projektmanagerin Bichler-Öttl. „Vielleicht wurde aber auch einfach nur vergessen, wie die Sorte hieß, die vor 20 Jahren gepflanzt wurde.“ Geholfen werden kann auch Hobbygärtnern, die Zweifel haben, ob der Baum, den sie beispielsweise als „Danziger Kant“ gekauft haben, auch ein solcher ist.

Das Projekt „Apfel-Birne-Berge“ kümmert sich um den Erhalt und die Wiederverbreitung von vergessenen Obstsorten im Alpenvorland. Vielleicht wird bei der kostenlosen Sortenbestimmung im „Boschnhaus“ in Vagen eine unbekannte Apfel- oder Birnensorte entdeckt. Sie findet am Montag, 22. November, von 18 bis 21 Uhr statt. In diesem Zeitraum können Interessierte ihre Fruchtproben vorlegen.

Eine gute Fruchtprobe umfasst mindestens fünf, besser zehn typisch ausgeprägte Früchte. Sie müssen reif, unversehrt und am besten aus der Oberkrone stammen, weil so die typische Färbung sichtbar ist. Am besten sollte eine Fruchtprobe bis zur Vorlage in einer Papiertüte in einem kühlen Raum aufbewahrt werden. Bei mehreren Fruchtproben sollte für jede Sorte eine eigene Tüte verwendet werden.

Damit längere Wartezeiten vermieden werden, bittet das Team von „Apfel-Birne-Berge“ die Interessenten darum, sich für ein Zeitfenster anzumelden. Das Anmeldeformular und weitere Informationen sind auf der Projektwebseite unter www.apfel-birne-berge.de/aktuell zu finden.

Wenn die Früchte nicht bis zur Obstsortenbestimmung am 22. November halten, können sie zur Bestimmung per Post an das Kompetenzzentrum Obst am Bodensee versandt werden.

Weitere Infos dazu gibt es unter https://kob-bavendorf.de/sortenbestimmung.html.