Ein Hammer-Fußballsonntag gestern in Soyen: Benefizspiel gegen den ASV Rott und unglaubliche Schlussminuten

Es war ein Hammer-Fußballsonntag gestern in Soyen. Zum einen, weil 200 Zuschauer zum A-Klassen-Benefizspiel gegen die Rotter kamen, um den Opfern der Flutkatastrophe im Ahrtal zu helfen. Und zum anderen, weil es möglich wurde, dass tatsächlich Erinnerungen an Camp Nou wach wurden – Bayern gegen Manu 1999! Aber der Reihe nach …


Tonangebend von den Chancen her waren in dem Derby das gesamte Spiel lang die Gäste aus Rott. das Team um Coach Edin Burek hatte in der ersten Halbzeit so viel Chancen, die hätten für mindestens zwei Spiele gereicht.

Vor allem das Rotter Brüdergespann Lorenz Hilfinger und Simon Hilfinger brachte dabei die Hintermannschaft des TSV Soyen immer wieder arg in Bedrängnis. So fiel auch das 1:0 für Rott. Eine scharfe Hereingabe in den 16er konnte der Soyener Abwehr-Mann Matthias Redenböck nur noch mit der Brust auf der Linie klären. Jedoch fiel der Ball dann von der Brust ins Tor. Soyens Goalie Luca Fischer war machtlos. Ihm war dabei dank seiner guten Paraden zu verdanken, dass es nur 0:1 stand.

Das Spiel war relativ ausgeglichen – bis zum Strafraum. Da spielte Rott seine große Stärke aus.

Doch Soyen drängte dann vor der großen Kulisse zum Ausgleich. So konnte in der 25. Minute Thomas Probst nur durch ein Foul im Strafraum am Torabschluss gehindert werden. Den fälligen Elfmeter zum 1:1 verwandelte Pascal „Percy“ Ridinger nervenstark.

Rott zeigte sich nicht geschockt. Beide Mannschaften egalisierten sich wieder bis zum 16er. Stadlhuber auf Soyener Seite sowie Hiflinger auf Rotter Seite vergaben in aussichtsreicher Position. Mit dem 1:1 ging es somit in die zweite Halbezeit.

Ein paar Minuten nach dem Wiederanpfiff – in der 52. Minute – dribbelte sich Simon Hilfinger durch die Soyener Abwehr und brachte sein Team Rott mit 2:1 erneut in Führung. der Gast blieb spielbestimmend: Das äußerte sich spätestens in der 76. Minute, als Lorenz Hilfinger nach dem dritten Versuch im 16er das 3:1 für Rott erzielte.

Die Soyener Fans dachten bereits an eine Niederlage, aber das Team um Coach Werner „Kloppo“ Rumpf zeigte eine starke Kampfmoral in der Schlussphase. Als nämlich Thomas Probst in der 85 Minute einen Freistoß perfekt zum 2:3-Anschluss in die Maschen drosch, ging nochmal ein Ruck durch das Heimteam.

Denn ein Spiel dauert 90 Minuten plus Nachspielzeit: Die Hitzigkeit auf dem Platz, sie stieg nun. der Rotter Stürmer Josef Cia musste mit gelb-rot vom Platz. Zum viel umjubelten 3:3-Ausgleichstreffer traf prompt erneut der Thomas Probst. Da waren zwei Minuten der Nachspielzeit rum.

Wie lange noch? Zwei Minuten vielleicht. Genau, als der Zeiger die 94. Minute zeigte – die Arme zum Himmel, Soyen! Pascal Ridinger gelang der unglaubliche 4:3-Siegtreffer! Und hier genau kamen sie auf bei so manchem Fan – die Erinnerungen an Camp Nou von 1999 …

jn