Im Mehrgenerationenhaus in Wasserburg: Reparieren statt wegwerfen

Am kommenden Samstag feiert das Repaircafé Wasserburg seinen 3. Geburtstag. Für alle Interessierten hat das Repaircafé im Mehrgenerationenhaus am Willi-Ernst-Ring 18 von 14 bis 17  Uhr geöffnet.


Es gilt die 3G-Regel.

Fast in jedem Haushalt steht etwas herum, das irgendwann mal repariert werden soll: Ein Fahrrad mit defektem Scheinwerfer, die Winterjacke mit dem kaputten Reiß­verschluss, die zerbrochene Salatschüssel, Spielsachen, Elektronik, Haushaltsgeräte. Leider ist eine professionelle Reparatur oft kostspieliger als eine Neuanschaffung.

Dabei ist das billige Neuprodukt nicht selten von schlechterer Qualität und der Müllberg wächst und wächst. Gerade wir Deutschen werfen unfassbar viel auf den Müll, was oft noch leicht zu retten wäre. Das liegt zum einen an der Zeit und Muße, die vielen fehlt. Auf der anderen Seite geht aber auch das früher so wertvolle Wissen ums Reparieren mehr und mehr verloren.

„Leider steckt das Reparieren vielen Menschen nicht mehr im System. Mit dem Repair Café wollen wir das ändern“, so Maria Hessdörfer vom Mehrgenerationenhaus ergänzt: „Das ist jetzt die Gelegenheit für jeden, selbst zu erleben, dass das Reparieren Spaß macht und oft ganz einfach ist.“

Das Konzept Repaircafé ist 2009 in Amsterdam entstanden. Die Publizistin Martine Postma gründete eine Stiftung, die örtliche Gruppen weltweit unterstützt, zu denen jetzt auch das Repair Café in Wasserburg am Inn gehört.

Das Repair Café ist regelmäßig einmal im Monat geöffnet.

Die Besucher bekommen Tipps und Anleitung zum Selber-Reparieren und können ihre Sachen dann wieder mit nach Hause nehmen!

Von 14 bis 17 Uhr stehen ehrenamtliche Reparateure mit unterschiedlichen Fähigkeiten bereit, um jedem Besucher beim Reparieren seiner eigenen Sachen zu helfen. So wird im Idealfall nicht nur das Mitgebrachte wieder ganz, sondern man lernt auch, wo und wie man selbst Hand anlegen kann! Werkzeug und Material sind vorhanden.