Bundespolizei nimmt im Landkreis zwei Männer aus Nigeria und Rumänien fest

Die Rosenheimer Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen auf der A93 im Landkreis jetzt mehrere mit Haftbefehl gesuchte Personen festgenommen.

Ein türkischer Staatsangehöriger konnte gestern – dank finanzieller Unterstützung eines Bekannten – einen Haftaufenthalt verhindern.

Für einen Nigerianer und einen Rumänen hingegen führte die Reise hinter Gitter …

In der Grenzkontrollstelle bei Kiefersfelden überprüften Bundespolizisten die Insassen eines Wagens mit deutschen Kennzeichen.

Dabei fanden die Beamten heraus, dass ein Strafbefehl der Berliner Staatsanwaltschaft für den türkischen Beifahrer vorliegt. Der Mann war wegen Handels mit Betäubungsmitteln im August zu einer Geldstrafe in Höhe von rund 3.100 Euro inklusive Kosten verurteilt worden.

Da der 38-Jährige den geforderten Betrag nicht aufbringen konnte, hätte er ersatzweise eine 90-tägige Haftstrafe antreten müssen. Zu seinem Glück zahlte ein Bekannter die ausstehende Summe bei einer Polizeidienststelle in Berlin ein. Daraufhin durfte der Türke seine Fahrt fortsetzen.

Am Bahnhof in Rosenheim hat die Bundespolizei einen Rumänen festgenommen. Er wurde gleich von mehreren Staatsanwaltschaften gesucht. Bei der Überprüfung seiner Personalien fanden die Beamten heraus, dass der 21-Jährige wegen Erschleichens von Leistungen mehrfach vom Amtsgericht München verurteilt worden war. Die Geldstrafen von insgesamt rund 1.200 Euro hatte er jedoch nicht gezahlt.

Stattdessen suchen bereits die Staatsanwaltschaften in Koblenz und Köln wegen weiterer aktueller Verfahren nach ihm. Dabei geht es um den Verdacht des Hausfriedensbruchs und des besonders schweren Diebstahls. Die Bundespolizisten brachten den Mann ins Traunsteiner Gefängnis.

Dorthin führte auch der Weg eines Nigerianers, der auf der Inntalautobahn kontrolliert wurde. Die Staatsanwaltschaft Kempten suchte nach ihm. Nach einer Verurteilung wegen versuchter unerlaubter Einreise hatte der 31-Jährige Justizschulden in Höhe von rund 700 Euro.

Bei seiner Festnahme in der Grenzkontrollstelle war er nicht in der Lage, die festgelegte Geldstrafe zu bezahlen. Daher brachten die Bundespolizisten den nigerianischen Staatsangehörigen ersatzweise für 60 Tage in die Haftanstalt nach Traunstein.