Ausbildung im Brandcontainer des Landesfeuerwehrverbands - An fünf Tagen 64 Atemschutzgeräteträger dabei

Dichter Rauch stieg vergangene Woche über dem Gerätehaus der Feuerwehr Raubling auf. Ursache hierfür war eine Realbrandausbildung im Brandcontainer des Bayerischen Landesfeuerwehrverbands. An fünf Tagen konnten insgesamt 64 Atemschutzgeräteträger und -trägerinnen der umliegenden Feuerwehren aus dem Landkreis Rosenheim eine sehr realitätsnahe Ausbildung zum Thema „Brandbekämpfung im Innenangriff“ absolvieren. In dem holzbefeuerten Brandcontainer lernten die Teilnehmer hautnah, in gefährlichen Situationen wie etwa bei Zimmerbränden richtig zu handeln und zu reagieren.


 

Ebenso wichtig war es, gegenüber dem Feuer und der Hitze eine gewisse Stressresistenz aufzubauen, um in den Einsätzen gelassener mit der jeweiligen Situation umzugehen. Nach einer theoretischen Einweisung, in der es unter anderem um Themen wie Übungsabläufe, Brandvoraussetzungen, Rauchgasdurchzündungen und die richtigen Mittel zur Brandbekämpfung ging, folgte der praktische Teil.

 

Hierzu wurde in dem mit Spanplatten ausgekleideten Container ein Feuer entzündet, sodass nach kurzer Zeit im Inneren alles unter dichtem Brandrauch stand. Bei Temperaturen über 600 Grad Celsius konnte jeder Teilnehmer anhand der Rauchentwicklung die Anzeichen einer Durchzündung rechtzeitig erkennen und den Rauch durch gezielte Löschstöße kühlen, um die Brandbekämpfung unter besserer Sicht gezielt durchzuführen.

 

Im Rahmen der Abschlussbesprechung zeigten sich alle Übenden sichtlich beeindruckt von der enormen Hitze, der geringen Sicht durch den Brandrauch und mit wie wenig Wasser ein Feuer gelöscht werden kann. Ein großer Dank gilt dem Landesfeuerwehrverband Bayern und der Unterstützung durch die Firma Dräger für die kostenlose Bereitstellung des Containers und die hervorragende Ausbildung durch die anwesenden Trainer.

 

Text und Fotos: Kreisfeuerwehrverband Rosenheim