Waldkraiburg startet gegen Pfaffenhofen und Ulm

336 Tage oder auch 8062 Stunden werden zwischen dem Abpfiff des letzten Punktspiels und dem Anpfiff des nächsten und ersten Spiels um Punkte für den EHC Waldkraiburg liegen. 48 Wochen die jedem Eishockeyfan in Waldkraiburg und Umland vorgekommen sein müssen. wie eine halbe Ewigkeit. Am Freitag jedoch startet die Eishockey-Bayernliga wieder den Spielbetrieb und das Kribbeln das den Körper, Mark und Bein erfüllt, ist von Tag zu Tag spürbarer.


Am kommenden Freitag starten die Löwen erst einmal auf fremden, aber doch bekannten Eis, der EC Pfaffenhofen ist der Gegner. Neben der ausgezeichneten Pfaffenhofener Steaksemmel und dem zur Feier des Tages auf den Grill geschnallten Spanferkel, gibt es hier für die Fans die erste Wundertüte der jungen Saison zu erleben. Im vergangenen Jahr zeigten die „Eishogs“ nämlich, dass mit ihnen durchaus zu rechnen war. Mit 17 Punkten aus acht Spielen oder, um es mit DEL-Maßstäben zu sagen, 2,125 Punkten pro Spiel, waren sie nur knapp hinter den Löwen (2,625 Punkte pro Spiel) auf Platz drei der Tabelle. Wie das in diesem Jahr aussehen wird, ist selbst für Kenner des Sports und der Liga ein Mysterium.

Zwar konnte man den Kader gut besetzen, auch beide Kontingentstellen sind mit zwei mittzwanziger Kanadiern besetzt worden, doch in der Vereinsführung scheint es Unruhe zu geben. Nachdem zuerst der langjährige Vereinsvorsitzende Karl Oexler den Verein verließ, kündigte auch Trainer Elmar Boiger seinen Posten. Inwiefern sich das auf die Mannschaftsleistung auswirken wird, zeigt wohl erst der kommende Freitag. Die letzten beiden Testspiele konnte der EC Pfaffenhofen jedoch gegen Klostersee und Waldkirchen gewinnen.

Am Sonntag um 17.15 Uhr steht dann auch das erste Punktspiel in der heimischen Raiffeisen-Arena in Waldkraiburg an. Zu Gast sind die Devils Ulm/Neu-Ulm. 215 Kilometer werden die Devils von der Grenze zu Baden-Württemberg zurückgelegt haben, bevor sie am Sonntag Waldkraiburger Eis betreten können. Unglücklicherweise können die „Teufel“ das vom eigenen Eis nicht behaupten, warten sie doch noch immer auf die Eisbereitung in der eigenen Arena. Motivation, nach einigen verlorenen Vorbereitungen, holte sich Ulm/Neu-Ulm gegen den Oberligisten Landsberg, den sie zuletzt mit 3:2 in der Overtime besiegen konnten.

In Waldkraiburg sind Sergej und Alex Piskunov vorsichtig optimistisch für die neue Saison. Zwar fehlt, laut dem Trainer-Duo das abgesagte Trainingslager in Tschechien für den Feinschliff schon sehr, jedoch sind sie mit der Vorbereitung nicht unzufrieden. Auch dass jeder Spieler schadlos durch die teilweise ruppig geführten Partien kam und man die Saison nahezu in voller Stärke starten kann, ist ein großes Plus.

AHA