Trotz Prozentzahl unter fünf: Von insgesamt vier Vertretern seiner Partei aus Bayern hat es der 34-Jährige geschafft

Neben Daniela Ludwig von der CSU (wir berichteten) hat es auch Ates Gürpinar von den Linken (Foto), der als Direktkandidat auf der Rosenheimer Liste stand, als Einziger der anderen Parteien noch in den Bundestag geschafft – als einer von vier Vertretern seiner Partei aus Bayern! Obwohl die fünf Prozent-Hürde ja gar nicht erreicht wurde bundesweit von den Linken …


Ates Gürpinar – 34 Jahre alt, lebt in München und ist Landessprecher der bayerischen LINKEN – sagte gestern zu seiner Wahl:

Vielen Dank für euren Einsatz, vielen Dank denjenigen, die bei uns ihr Kreuz gemacht haben. Das Ergebnis müssen wir analysieren und verarbeiten.

Nach den Eindrücken hatte ich mehr erhofft: So wie am Freitag, als nach der FFF-Demo eine junger Aktivist bei uns am Infostand eintrat und dann direkt mit zu den Haustürbesuchen ging.

Aber wir sind einfach noch viel zu wenige, um in einem inhaltslosen Gesichterwahlkampf in den Medien mit Inhalten durchzudringen. Daher brauchen wir dich: Seid dabei, wenn ihr die Gesellschaft verändern wollt.

Von alleine wird das nix: https://www.die-linke.de/mitmachen/

Bayern schickt insgesamt aus allen gewählten Parteien diesmal mehr Bundestagsabgeordnete nach Berlin. Insgesamt werden nach aktuellen Zahlen des Bundeswahlleiters nun 116 Abgeordnete über die bayerischen Landeslisten und mit Direktmandaten entsandt. Das sind acht mehr als nach der Bundestagswahl 2017.

Die CSU kommt auf 45 Abgeordnete – einen weniger als vor vier Jahren und allesamt Wahlkreisgewinner wie Daniela Ludwig.

Die SPD legt um fünf auf 23 zu.

Dahinter folgen die Grünen mit 18 Mandaten – darunter erstmals für die Partei auch ein Direktmandat aus München und sieben mehr als 2017.

Die FDP gewinnt zwei Mandate hinzu und kommt auf 14, während die AFD zwei verliert und auf zwölf sinkt.

Die Linke schließlich schickt aus Bayern künftig vier Abgeordnete nach Berlin, drei weniger als vor vier Jahren – aber Ates Gürpinar ist dabei.

Laut vorläufigem Wahlergebnis lag die Wahlbeteiligung in Bayern bei 79,8 Prozent – höher als in allen anderen Bundesländern Deutschlands. Bei der vergangenen Bundestagswahl waren es 78,1 Prozent Wahlbeteiligung in Bayern.