Erfolgreiche Wasserburger Leichtathleten: Gold für die Viermal-75-Meter-Staffel der Jungs und erneut für Daniel Herzog

Fantastisch – kurz vor Abschluss der Sommersaison holen Wasserburgs U14 Leichtathleten bei den Oberbayerischen Meisterschaften im Einzel in Aschheim acht Medaillen. 


 

Angefeuert von den Trainern Jürgen Schwarz, Marinus Zimmer und Laura Kurzbuch, die als Betreuerin für ihren verhinderten Bruder Max einsprang, ergatterte Sophia Obermayer (2008/W13) aus Griesstätt mit neuer persönlicher Bestleistung von 10,41 Sekunden und Platz zwei im 60m-Hürdensprint die erste Medaille fürs Team Wasserburg. Mit ihrer feinen Hürdentechnik lag sie am Ende knappe vier Zehntel hinter der Siegerin Emilia Kurz von der LAC Mittlere Isar.

 

Daniel Herzog (2009/M12) wiederum krönte seine erfolgreiche Woche mit zwei weiteren Oberbayerischen Titeln – erst sicherte er sich Gold über die 75m-Distanz (10,58m = neue PBL) und im Anschluss als Startläufer mit der 4x75m Staffel.

Neben Daniel ging diese mit Raffael Wolf (2009), Serafin Mühle (2008) und Schlussläufer Johannes Gaßner (2008) an den Start und musste sich hier gegen eine starke Konkurrenz aus München und dem näheren Umland beweisen. Nach einem reaktionsschnellen Start übergab Daniel das Staffelholz an Raffael, nachdem dieser perfekt getimt von seiner Position losstartete. Auch die folgenden Wechsel auf Serafin bzw. Johannes klappten wie am Schnürchen. Mit drei Zehntel Vorsprung vor der starken Emmeringer und sieben weiteren Staffeln leuchtete eine hervorragende Zeit von 40,82sec an der Anzeigentafel auf.

Das weibliche Pendant zur Staffel der Burschen war mit Laura Dirnecker (2009), Sofie Feldmeier (2008), Lea Mader (2008) und Sophia Obermayer besetzt. Auch hier verliefen die Stabübergaben nahezu ohne Zeitverlust und am Ende erfüllte man mit einem Top-Ten-Ergebnis (42,74sec, Platz 9) die Erwartungen der Trainer. Besonders Sofie, die als Ersatzläuferin für die abwesende Mathilde Golla kurzfristig einspringen musste, fügte sich hervorragend ins Team ein. Mit insgesamt 21 (!) teilnehmenden Staffeln (allein die Stadtwerke München stellten 6 Staffeln) war das Teilnehmerfeld besonders umfangreich.

 

Was Lea Mader in der letzten Woche bei den Oberbayerischen Block in Emmering mit einer Weite von 18,14m im Diskuswurf vielversprechend begann, sollte sie in Aschheim noch toppen. Zur großen Freude ihrer Trainer packte sie noch über vier Meter auf ihre bisherige Bestmarke drauf und eroberte mit 22,25m völlig überraschend die Bronzemedaille bei den Mädchen W13 hinter der Siegerin Johanna Anglhuber (24,45m/TSV Winhöring) und Lili Metschl (23,39m/LG Stadtwerke München). Ein riesen Erfolg für die sympathische Zwölfjährige aus Edling, die sich sichtlich über ihre erste wichtige Medaille freuen konnte. Vor ihrem ersten Versuch wagte sie in Absprache mit Trainer Marinus die Technik-Umstellung vom Standwurf auf die 5/4-Drehung, nachdem die Testwürfe vor Wettkampfbeginn sehr vielversprechend ausfielen. Diese Maßnahme sollte sich auszahlen. Nun gilt es die guten Technik-Ansätze weiter zu verbessern, sodass Lea zum kommenden Frühjahr mit sicherem Stand aus der (vollen) 6/4-Drehung die Scheibe noch weiter hinausschleudern kann.

Angespornt von den Erfolgen ihrer Kolleginnen Lea und Sophia wollte Laura Dirnecker ebenfalls das Podest erklimmen und auch sie sollte für eine Überraschung sorgen: Trotz ihrer geringen Körpergröße übersprang sie wie vor einer Woche im Hochsprungbewerb erneut sehr gute 1,30m (1cm unter Bestleistung) und wurde umjubelte Zweite in der Klasse der Mädchen W12. Oberbayerische Vizemeisterin im Hochsprung – großartig, Laura!

Riesiges Pech hatte dagegen Serafin Mühle im 75m-Sprint der Burschen M13. Nachdem er in seinem Finallauf zunächst nach einem fulminanten Lauf als Zweiter ins Ziel einlief, versagte die Zeitnahme und der Lauf konnte nicht gewertet werden. Nach einer entsprechenden Pause musste der komplette Lauf wiederholt werden. Leider konnte Serafin seine gute Leistung im Wiederholungslauf nicht erneut abrufen und wurde mit einem Wimpernschlag von 7 Hundertstel Rückstand undankbarer Vierter. Immerhin konnte er mit 10,22sec eine neue PBL aufstellen und den Gewinn der Goldmedaille mit der Staffel auf der Habenseite verbuchen.

Johannes Gaßner fehlte lediglich eine halbe Sekunde auf die erhoffte Medaille im 800m-Sprint. Er startete gut in die erste Runde und konnte sich schnell an die dritte Position setzen. Dennoch musste er nach einer dreiviertel Runde Julius Wendel vom TSV Vaterstetten vorbeiziehen lassen, mit dem er sich bis zum Zielstrich ein packendes Duell lieferte. Mit 2:27,43min und Platz vier nahm Johannes die Situation gelassen, schließlich sollte er einen Tag später in Erding nochmal die Möglichkeit erhalten, zusammen mit Sophia im Stabhochsprung um eine Medaille kämpfen zu können (Bericht folgt).

Sofie Feldmeier, die wie Johannes über die 800m-Distanz an den Start ging, überzeugte hier bei ihrer ersten Meisterschafts-Teilnahme in der Leichtathletik mit einer guten Zeit von 2:44,31min und Platz vier. Die Vogtareutherin, die üblicherweise im Winter mit Langlauf- beziehungsweise in der Sommersaison mit Rollski auf Wettkämpfen unterwegs ist, gewann ihren Lauf zwar deutlich – im Endklassement fehlten ihr letztlich aber vier Sekunden auf die Bronzemedaille.

Weitere Ergebnisse aus Aschheim: Raffael Wolf – Weitsprung: 3,98m (13.), Serafin Mühle – Hochsprung: 1,40m (5.), Daniel Herzog – Diskus (750g): 24,50m (4.), Laura Dirnecker – 60m Hürden: 12,15sec (12.)

MZ / Fotos: JS/MZ