Mehrzahl der 26 erkrankten Bewohner in nun sieben betroffenen Pflegeheimen ist geimpft - Corona-Fälle zudem in 24 Schulen


Seit dem letzten Wochenbericht wurden dem Gesundheitsamt 526 neue Fälle (vor einer Woche 537) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet.


Bisher sind insgesamt 20.746 Fälle von Corona in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 16.087, Stadt: 4.659).

Mittlerweile wurde bei mindestens 18.063 Personen eine ‚Genesung‘ dokumentiert.

546 Personen  sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 473, Stadt: 73). Dem Gesundheitsamt wurden vier Personen gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Keine dieser verstorbenen Personen war in einem Heim betreut worden.

Seit dem letzten Wochenbericht wurden dem Gesundheitsamt 44 Fälle der Delta Variante gemeldet.

34 Corona-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 15 Patienten mit schweren Verläufen auf Intensiv.

Die Inzidenz für die Stadt Rosenheim liegt heute bei gesunkenen 136,8 – für den Landkreis Rosenheim bei 167,7.

Die Kontaktpersonen-Nachverfolgung kann durch das Gesundheitsamt sowohl im Bereich der Indexfälle, als auch bei den Kontaktpersonen tagesaktuell nicht sichergestellt werden. Der Rückstand wird aber durch die Aufstockung der Unterstützungskräfte und die Bundeswehr schrittweise aufgeholt.

Bewertung des Infektionsgeschehens durch Dr. Wolfgang Hierl, Chef des Gesundheitsamtes in Rosenheim:

Auch wenn die vierte Corona-Welle bundesweit scheinbar gebrochen ist, dürfen wir nicht vergessen, dass weiterhin Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen, sowie diffuse Ansteckungen stattfinden.

Die Versorgungslage in den Kliniken in Stadt und Landkreis im Intensivbereich befindet unverändert auf einem kritischen Niveau.

In den RoMed Kliniken sind die COVID-Intensivbetten nahezu belegt, die Situation dort wird als angespannt bezeichnet. Nahezu ausschließlich sind die COVID-Intensivbetten mit ungeimpften Patienten belegt.

Auch wenn aktuell noch ganz überwiegend die Erwachsenen im Altersbereich von 18 bis 59 Jahren von den Übertragungen betroffen sind, so dürfen wir uns nicht täuschen lassen, auch diese Altersgruppen können schwer und sogar lebensbedrohlich erkranken, so dass sie intensiv- und beatmungspflichtig werden. Das wird die Belastung der Kliniken in der Region vor allem im Intensivbereich, noch bevor die landesweite Krankenhaus-Ampel anschlägt, weiter ansteigen lassen.

Wir haben aus den Ausbrüchen, insbesondere in den Pflegeheimen, gelernt:

Erstens: Aufgrund des hohen Infektionsdrucks, der schnellen Übertragbarkeit der Delta-Variante und der teilweise hohen Zahl an nicht geimpften Personal breiten sich Infektionen in Einrichtungen mit großer Geschwindigkeit aus.

Zweitens: Es befinden sich auch vollständig geimpfte Bewohner unter den Erkrankten.

Das zeigt uns, dass – zumindest zum Teil – nach einem halben Jahr die Immunität gegen das Coronavirus bei Betagten und Pflegebedürftigen nicht mehr ausreichend gegen eine Ansteckung schützt.

Das Impfzentrum Rosenheim hat nach Beratungen mit dem Gesundheitsamt bereits allen Heimen Drittimpfungen sowie Nachholimpfungen für bislang Ungeimpfte mittels mobiler Teams angeboten.

Nachdem zu Ferienbeginn die Hauptursachen der Ansteckungen Reiserückkehrer waren, herrscht mittlerweile ein diffuses Ausbreitungsgeschehen vor.

Es finden weiterhin Übertragungen von Infektionen in Alten- und Pflegeheimen sowie in Schulen und Kitas statt.

Aktuell gibt es Ausbruchsgeschehen in sieben Heimen mit insgesamt 26 symptomatischen Bewohnern und 18 positiv getesteten Mitarbeitern.

Die Mehrzahl der 26 positiven Bewohner ist geimpft: 19 geimpft, sieben nicht geimpft.

Bedauerlich ist, dass die Mehrzahl der 18 positiven Mitarbeiter nicht geimpft war: Elf nicht geimpft, vier geimpft, drei Impfstatus unbekannt.

Seit dem letzten Wochenbericht sind in 24 Schulen und acht Kitas insgesamt 39 positive Fälle aufgetreten, wobei es bei elf Ausbruchsgeschehen in verschiedenen Einrichtungen zu insgesamt 22 Folgefällen gekommen ist.

Die Bettenbelegung in den Kliniken in Stadt und Landkreis lag in den letzten Tagen täglich zwischen 20 bis 27 Patienten auf Normalstation und insgesamt 15 bis 19 auf Intensivstationen. Die Bettenbelegung seit Ende August auf den Intensivstationen bleibt auf hohem Niveau. Die Lage auf den Intensivstationen im RoMed Klinikverbund ist angespannt.

Die Zahlen aus den Gemeinden: