Mehr als Kino: Biennale mit zwei Veranstaltungen in Wasserburg


In Wasserburg finden zwei besondere Kulturveranstaltungen zur Biennale Bavaria International statt. Am Freitag, 17. September, 18 Uhr, diskutieren im Rathaussaal zum Thema „Globalisierung ohne Heimat?“ Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Norbert Flach, stellvertretender Landesbezirksleiter Verdi Bayern, Wilfried Knorr, Direktor im Diakoniedorf Herzogsägmühle und Sprecher der Gemeinwohl-Ökonomie, Ingrid Obermeier-Osl, Geschäftsführerin der Franz Obermeier GmbH in Schwindegg sowie IHK-Vizepräsidentin Oberbayern und Dr.-Ing. Kurt Woelfl, Geschäftsführer ODU GmbH & Co. KG Mühldorf. Die Moderation hat Andreas Bönte, Fernsehjournalist, Stellvertretender Fernsehdirektor des BR, Leiter des Programmbereichs BR Fernsehen.


Laptop und Lederhose war gestern. Heute ist das Internet Heimat. Stimmt das wirklich? Haben die Krachlederne, das Hawaiihemd oder der Kimono jeden örtlichen Bezug verloren? Stehen Sushi am Marienplatz und Leberkäs am Kap für eine neue Beliebigkeit, für den Verlust von Identität durch das jederzeit und überall Verfügbare? Für manche ist diese Globalisierung ein Schreckgespenst, etwas Unbekanntes, etwas Angst einflößendes. Welchen Wert hat der einzelne Arbeiter oder Handwerker in dieser Konstruktion? Wie wirkt der globale Markt mitsamt der Digitalisierung auf unseren Alltag, auf Ausbildung, Arbeitszeit und Arbeitsgestaltung? Ist Heimat ein Rettungsanker im Meer der Möglichkeiten? Um diese Themen dreht sich der Abend.

 

Am Sonntag, 19. September, um 16 Uhr, ebenfalls im Rathaussaal, sprechen Hannes Ringlstetter, Musikerin Vera Klima, Eva Weissenbacher, Dr. Norbert Göttler und Reinhard Frauscher unter dem Titel „Was ist der Heimat Kultur wert?“ über die Wichtigkeit von Kultur und Kulturförderung. Die Moderation hat Romy Seidl übernommen.

Money makes the world go round” – der Satz aus dem Musical-Film „Cabaret” steht wie in Stein gemeißelt. Die Pandemie-Auswirkungen haben erneut gezeigt, dass es um die Kultur-Finanzierung mitunter nicht so gut bestellt ist. Um es einmal festzuhalten: Ob Musik, Journalismus, Bildhauerei, Fotografie, Malerei, Film oder welche Form auch immer – Kunst ist wichtig. Manch einer beruft sich in Reden auch gern auf sein Dasein in einer Kulturnation – doch die Kulturschaffenden, die Künstler, sie leben doch von Luft und Liebe, glauben einige ernsthaft. Man denke auch an Spitzwegs Bild eines armen Dichters im undichten Kämmerlein, mitunter modern mit Laptop dargestellt.

Künstler leben von Honoraren – was eigentlich nichts anderes bedeutet, als dass der Künstler Steuern und Abgaben selbst entrichten muss. Von wenig Geld war nicht die Rede. Manche verdienen Millionen auf einen Schlag, es sei ihnen vergönnt. Doch für Millionen sieht die finanzielle Wirklichkeit anders aus. Wie steht es um die Kunst-Finanzierung heute? Wie lässt sich das für Filmschaffende verbessern?

Der Eintritt zu den Diskussionen ist frei – Anmeldung bitte unter diskussionen@biennale-bavaria.de.

 

Seien Sie dabei und gehen Sie mit uns auf die Reise! Kommen Sie mit Kinobesucher*innen und Kulturschaffenden ins Gespräch und lassen Sie uns beim gemeinsamen Kinobesuch ein Stück Heimat schaffen!

Weiteres Programm auf www.biennale-bavaria.de – (unter „Spielorte“: Wasserburg)

Tickets erhalten Sie in Wasserburg am Inn im Kino Kino Utopia, Herrengasse 6, 83512 Wasserburg am Inn, 08071-6206 über www.kino-utopia.de