Arbeitgeber, bitte auch mal den Blick nach innen richten: In so manchen Betrieben schlummern verborgene Talente


Gut qualifizierte Arbeitskräfte – sie werden verstärkt und dringend nachgefragt! Ein Blick dazu auf den Landkreis:


2.300 gemeldete Stellen gibt es im Kreisgebiet aktuell, davon 468 für Helfer, aber drei Mal so viele – nämlich 1.427 – für Fachkräfte und zudem 405 für Spezialisten. Das meldet die Agentur für Arbeit heute.

Michael Schankweiler, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim:

„Vor allem die Gewinnung gut ausgebildeter, neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird für Betriebe verschiedenster Branchen zunehmend wieder zur Herausforderung. Für diese Unternehmen kann es sich lohnen, bei der Personalsuche den Blick auch nach innen zu richten: In vielen Betrieben schlummern verborgene Talente.“

Er regt an, Beschäftigte, deren Qualifikation noch nicht oder nicht mehr den Anforderungen der Unternehmen entsprechen, verstärkt weiterzubilden – auch mithilfe der Bundesagentur für Arbeit.

„Von einer solchen Qualifizierung im Betrieb profitieren alle Seiten: Den Betrieben stehen ihre erfahrenen und mit den Unternehmensabläufen vertrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig als gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung. Die Beschäftigten reduzieren ihr Risiko, arbeitslos zu werden – gerade in Zeiten von Digitalisierung und Strukturwandel“, so der Agenturleiter.

Förderleistungen und Voraussetzungen

Ganz konkret unterstützt die Agentur für Arbeit Rosenheim unter anderem Betriebe, die ihren geringqualifizierten Beschäftigten den Erwerb eines Berufsabschlusses ermöglichen wollen. Aber auch Anpassungs-Qualifizierungen werden gefördert. Dabei gilt: Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – ungeachtet von Alter, Qualifikation oder Betriebsgröße – können unterstützt werden, wenn ihr Berufsabschluss mindestens vier Jahre zurückliegt.

Der Geschäftsführer des operativen Bereichs der Agentur für Arbeit Rosenheim, Michael Vontra, hierzu:

„Die Bundesagentur für Arbeit kann die Lehrgangskosten sowie Zuschüsse zum Lohn – je nach Voraussetzungen – vollständig oder zum Teil übernehmen. Zudem kann ein pauschalierter Arbeitgeberanteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag erstattet werden. Dabei ist wichtig zu wissen: Die Weiterbildung muss mindestens 120 Stunden umfassen.

Bei der Durchführung der Qualifizierung sind die Betriebe flexibel – beispielsweise hinsichtlich der Schulungszeiten: Die Weitebildungen können in Vollzeit, Teilzeit oder berufsbegleitend stattfinden. Förderungen sind sowohl für langjährig Beschäftigte als auch für neu eingestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab dem 1. Arbeitstag möglich.

Und die Bandbreite der möglichen Qualifizierungen ist groß: Ausbildungen zum/r Alten- oder Kinderpfleger/in, zur Fachkraft Schutz- und Sicherheit oder zum/r Maler- und Lackierer/in sowie Vorbereitungslehrgänge auf Externen-Prüfungen verschiedenster Ausbildungsrichtungen wurden von der Agentur für Arbeit Rosenheim bereits genauso unterstützt wie Anpassungsqualifizierung in den Bereichen CNC, Lager, Büro usw.“

Wer sich für eine Förderung interessiert, kann sich telefonisch an die Beraterinnen für Weiterbildung und Qualifizierung bei der Agentur für Arbeit Rosenheim wenden.

Diese beraten Betriebe und Beschäftigte zu Planung und Umsetzung von Qualifizierungsmaßnahmen – auch während der Kurzarbeit und/oder witterungsbedingtem Arbeitsausfall in den Wintermonaten – und helfen bei der Beantragung von Förderleistungen.

Agentur für Arbeit Rosenheim:

Anna Buschmann (Tel. 08031 202–425); Ivana Reischl (Tel. 08031 202–279); Franziska Schmaus (Tel.  08031 202–232).

Weitere Informationen stehen auf der Internetseite der Regionaldirektion Bayern unter

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-by/weiterbildung-qualifizierungsoffensive.