Der Umwelt zuliebe: Wie Sechstklässler die Kraft der Natur kennengelernt haben - Der Lohn: Die Pflanzen sind prächtig aufgeblüht


Wie schön und groß die Natur sein kann! Und wie schön ein solches Projekt mit Kindern:


Naturschönheit zu gestalten und zu erleben, das war das Ziel der Klasse 6b der St.-Georg-Mittelschule (Foto) in Bad Aibling.

Als die kleine Gruppe mit dem Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, Herrn Lorenz vom Landratsamt, loszog, wollten sie einen Baum pflanzen. Heraus kam jedoch ein Blühstreifen von ebenfalls imposantem Wachstum. Wie unser Foto unten jetzt beweist …

„Es war erholsam, mal etwas anderes zu machen, als die ganze Zeit drinnen zu hocken und Einträge zu schreiben. Die Aktion war voll schön, es war sogar manchmal besser als Unterricht.“ So schrieben die Schüler*innen es in ihrem Abschlussbericht.

Seit Mai schon hatten sie mit Unterstützung von Herrn Feuersinger vom Städtischen Bauhof, von Stadtgärtner Herrn Arnold und von Hausmeister Herrn Haase Hand angelegt:

Den Boden abgehoben, neuen Boden verteilt, Sonnenblumen, Erbsen, Boretsch gepflanzt und heimische Pflanzen gesät und gegossen. 

Susanne Voege, die langjährige, die Schule betreuende Ingenieurin für Gartenarchitektur, leitete die Arbeiten fachgerecht an und gab den jungen Gärtnern ein erstes berufsorientiertes Feedback zu deren Arbeitseinsatz.

„Die Entwicklung war sehr schön anzusehen. Zuerst war es komplett kahl und dann ist es immer mehr gewachsen. Durch tägliche Gießarbeit hat sich der Blühstreifen schnell entwickelt und die Pflanzen sind sehr gewachsen und prächtig aufgeblüht, so dass mittlerweile ein halber Dschungel entstanden ist.

Es war harte Arbeit zu gießen und einzupflanzen, hat sich aber gelohnt. Wir haben uns wirklich viel Mühe gegeben und jetzt sieht es sehr schön aus“, so lautet das Resumeé der Klasse. 

Der Arbeitseinsatz brachte aber nicht nur neue Einsichten in die Kraft der Natur, sondern auch wertvolle soziale Rückmeldungen, meinten die Sechstklässler:

„Es hat sich auch für uns sehr gelohnt, dass wir den Blühstreifen ansäen durften, weil es sehr viel Spaß gemacht hat. Unsere Gruppe ist mehr zusammen gekommen. Durch den Blühstreifen bekommen wir sehr viel Lob. Alle Lehrer sind stark begeistert. Für einen Mitschüler war es besonders wertvoll, weil er sehr vieles dazugelernt hat über das Pflanzen, was er jetzt auch in seinem Garten anwenden kann.“

Es läuft zudem die Teilnahme am deutschlandweiten Wettbewerb „Wir tun was für Bienen“. Die Klassenlehrkraft Frau Deisinger stellt die Aktion hier vor. Das Engagement der Klasse gliedert sich so ein in eine große Bewegung aller Menschen, denen der Klimaschutz am Herzen liegt.

Die Akteure drücken es so aus:

„Für unsre Schule hat das einen großen Wert, eine Umweltaktion zu starten! Die Bienen können die Blumen bestäuben und wir Menschen bekommen so den wertvollen Honig.

Wir legen alle einen sehr großen Wert auf den Blühstreifen, weil es Leben in die Schule gebracht hat und der Platz nicht mehr so leer ist. Er ist für viele Insekten ein Zuhause. Wir wollten mit dem Blühstreifen Leben geben und zeigen, wie schön und groß die Natur sein kann.“