Ein heftiges Wochenende für die Einsatzkräfte der Wasserwachten in der Region - Dringender Appell an die Wassersportler


Am Wochenende waren die Einsatzkräfte der Wasserwachten in der Region mehrfach im Einsatz – wir berichteten bereits kurz. Hier dazu nun die Details und Fotos der Einsätze …


Stephan Braun, Technischer Leiter der Kreiswasserwacht Rosenheim heute:

Wir bedanken uns bei allen Einsatzkräften für das enorme Engagement und

bei allen Hilfsorganisationen für die hervorragende Zusammenarbeit.

Alle Wassersportler möchten wir eindringlich davor warnen,

sich bei Gewitter- und Unwetterwarnung auf die Seen zu begeben.

Dies kann schnell lebensgefährlich werden.

Die Bilanz vom Wochenende:

So wurde am Freitag eine Bootsmannschaft der Wasserwacht Bernau zu einem Rettungsdiensteinsatz auf die Herreninsel alarmiert. Hierbei transportierten sie den Rettungsdienst mit ihrem Motorrettungsboot auf die Insel. Im weiteren Verlauf des Einsatzes transportierten sie zudem den Patienten, samt Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in das Krankenhaus nach Prien.

Am frühen Samstagmorgen weckte die integrierte Leitstelle die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht Bad Endorf und Rosenheim sowie den Einsatzleiter Wasserrettung der Kreiswasserwacht Rosenheim.

Es galt, am Simssee eine schwer verletzte Person in Ufernähe zu suchen und medizinisch erstzuversorgen und an den wartenden Rettungsdienst zu übergeben. Kurz vor Eintreffen der Wasserrettungskräfte konnte die verletzte Person durch den Rettungsdienst lokalisiert und die Suche durch die Wasserwacht abbestellt werden.

Gegen 18.20 Uhr zog dann von Westen her ein Unwetter auf und breitete sich über den gesamten Landkreis aus. Infolgedessen konnten sich auf dem Hofstätter See zwei SUP-Fahrer nicht auf ihrem Brett halten und drohten zu ertrinken.

Die Leitstelle alarmierte daher die Wasserwachten Wasserburg und Rosenheim. Die DLRG Bad Aibling war zu diesem Zeitpunkt in der Nähe und wurde vom Einsatzleiter Wasserrettung ebenfalls an die Einsatzstelle beordert.

Mit Eintreffen der ersten Schnelleinsatzgruppe sowie der örtlichen Feuerwehr stellte sich heraus, dass die SUP-Fahrer zwischenzeitlich das sichere Ufer bereits erreicht hatten.

Da zu diesem Zeitpunkt ein Fachberater Wasserrettung der Kreiswasserwacht Rosenheim in die einberufene örtliche Einsatzleitung des Landkreises beordert wurde, verfügte dieser, dass alle verfügbaren und auf Rückfahrt befindlichen Einsatzkräfte am aktuellen Standort in Bereitschaft verbleiben.

Das Unwetter hatte erneut Schäden im nordöstlichen Landkreis angerichtet.

Die in Bereitschaft befindlichen Schnelleinsatzgruppen Wasserrettung (Bad Aibling, Bad Endorf, Wasserburg, Rosenheim) standen so für eventuelle Evakuierungs-Maßnahmen, Rettungen aus strömenden Gewässern sowie Absicherungen von Einsatzkräften anderer Hilfsorganisationen bereit. Glücklicherweise stellte sich im Rahmen der Lageerkundung heraus, dass sich keine Flächenlage gebildet hatte und die Bereitschaft der Wasserrettungseinheiten aufgelöst werden konnte.

Auf dem Chiemsee hingegen mussten die Wasserwacht-Stationen aus Bernau, Prien und Breitbrunn zusammen mit der DLRG und Feuerwehr zu mehreren Sturmeinsätzen ausrücken. Es galt einige Elektroboote in den sicheren Hafen zurück zu schleppen sowie ein durchgekentertes Boot zu bergen.

Zu einem weiteren sturmbedingten Einsatz kam es am gestrigen Sonntagnachmittag auf dem Simssee:

Hier wurde ein losgerissenes Segelboot im Schilfgürtel gemeldet. Die alarmierte Wasserwacht Rosenheim überprüfte das Boot sogleich und konnte glücklicherweise schnell Entwarnung geben. Es befanden sich keine Personen auf dem Boot.

Damit bei neuen Sturmböhen keine weitere Gefahr von dem Boot mehr ausgehen konnte, sicherten die Wasserretter das Boot an eine Boje.

In den Abendstunden des Sonntags wurde die Wasserwacht Bad Aibling zu einer Person in der Mangfall im Landkreis Miesbach nachgefordert.

An diesem größeren Sucheinsatz waren neben den Bad Aiblinger Rettern weitere Einheiten aus Bad Tölz, Geretsried, Bad Wiessee, Miesbach und Tegernsee beteiligt.

Bei diesem Einsatz richteten sie bei Grub eine Sichtsperre inklusive Auffangposten an einer Brücke über die Mangfall ein. Unterstützt wurden sie dabei durch die Feuerwehr Weyern, die die Einsatzstelle ausleuchtete. Gegen Mitternacht wurde der Einsatz durch die Einsatzleitung ergebnislos abgebrochen.