Umgestaltung der Außenanlage der Zweigstelle unter besonderer Berücksichtigung vom Umwelt- und Artenschutzgesichtspunkten angelaufen


Das Amtsgericht Rosenheim hat damit begonnen, seine Außenanlagen unter besonderer Berücksichtigung des Umwelt- und Artenschutzes zu gestalten. Den Anfang machte dabei die Zweigstelle Bad Aibling. Auf einer Südterrasse des ehemaligen Stadtschlosses wurde eine Rasenfläche durch Neupflanzungen alter Apfelsorten, Nisthilfen für Wildbienen und Vogelnistkästen aufgewertet. Im nächsten halben Jahr soll die Maßnahme mit dem Einsetzen einheimischer Blühsträucher und der Aussaat von Wildblumensamen abgeschlossen werden.


 

Neugestaltet wurde eine bisher nicht genutzte Südterrasse des Gebäudes. Die dortige Rasenfläche wurde in einem ersten Schritt vom Personal der Zweigstelle nicht mehr gemäht, so dass durch Anflug etc. bereits eine bunt blühende Wiese entstanden ist. „Im kommenden Frühling soll die Fläche durch die Aussaat von Wildblumensamen weiter aufgewertet werden. Außerdem haben wir hier eine kleine Streuobstwiese vorgesehen und bei der Auswahl unserer Obstbäume besonderen Wert auf seltene, alte Sorten gelegt“, erklärt Justizwachtmeister Grimm, der das Projekt maßgeblich mit umsetzte.

Das für die Nisthilfen für Wildbienen notwendige Holz wurde von einem Kollegen kostenlos zur Verfügung gestellt, die Nisthilfen selbst wurden in der Freizeit gefertigt. Die Vogelnistkästen beschaffte das Gericht lokal aus den Wendelsteinwerkstätten. „Die Umgestaltung der Außenanlagen ist Teil eines Programms des Freistaates Bayern. Damit sollen die infolge des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ formulierten Ziele lokal und vor Ort umgesetzt werden. Ich freue mich sehr, dass es mit Hilfe unserer Mitarbeiter gelungen ist, hier mit kleinem Budget ohne großen Aufwand vor Ort Maßnahmen anzustoßen und so einen Beitrag zu Natur- und Artenschutz zu leisten.“, betont der Direktor des Amtsgerichts Peter.

 

Abgeschlossen ist die Maßnahme aber noch nicht. „Im Herbst werden wir uns bemühen, die Fläche weiter aufzuwerten, indem wir einheimische Blühsträucher setzen. Und dann werden wir natürlich schauen, wo vergleichbare Maßnahmen an den anderen Justizgebäuden möglich sind.“ erläutert die stellvertretende Geschäftsleiterin Schwaiger die weiteren Planungen. „Wir werden uns dabei anschauen, welche Möglichkeiten wir haben und auf die Anregungen aus dem Werkzeugkasten Artenvielfalt, einem Leitfaden des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr zur Begrünung öffentlicher Gebäude, zurückgreifen.“