Die Tränen liefen ihr über das Gesicht: Was für ein Erfolg! Die 35-Jährige aus Tuntenhausen ist unglaubliche Doppel-Olympiasiegerin


Die Tränen liefen ihr über das Gesicht – immer wieder schüttelte sie ungläubig den Kopf bei der Deutschland-Hymne, die am Nachmittag ihr zu Ehren gespielt wurde bei Olympia in Japan:


Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen hat mit ihrem Pferd Dalera das schier Unmögliche geschafft und überlegen Gold für Deutschland in der Einzel-Dressur der Olympiade geholt. Denn namhafte Konkurrenz ließ sie hinter sich.

Bereits gestern stand sie ganz oben auf dem Treppchen mit der Mannschaft und hatte sich ihren Traum von Gold zum allerersten Mal erfüllt. Nun fährt sie gleich mit zwei der am schönsten glänzenden Medaillen als überragende Reiterin der Spiele nach Hause in den Landkreis …

Schon lange hatte die 35-Jährige die Olympischen Ringe in ihrem Stall auf dem Gestüt nahe des Rotter Forstes an die Wand gemalt. Als großes Ziel. Eine unglaubliche Leistung auch am heutigen Tag ließ erneut ihren Traum wahrwerden. Wie eine LÖiebesbeziehung zwischen Reiterin und Pferd – so hatte der Kommentator in Tokio erneut von Jessica von Bredow-Werndl und der Trakehner-Stute Dalera  geschwärmt. Harmonie, Eleganz in Perfektion. Ein hochverdienter Erfolg mit Abstand …

Die Favoritin und siebenmalige Goldmedaillen-Gewinnerin Isabell Werth musste sich somit am Nachmittag in Tokio mit Bella Rose mit der Silber-Medaille für Deutschland zufrieden geben. C’est la vie – sagte die erfahrene Dressur-Reiterin und lächelte.

Dritte wurde die Britin Charlotte Dujardin auf ihrem Wallach Gio. Sowohl 2012, als auch 2016 hatte Dujardin auf ihrem früheren Ausnahmepferd Valegro jeweils den Olympiasieg im Einzel gefeiert.

Auch heute war es im Baji Koen Equestrian Park in Tokio am zweiten Tag hintereinander wieder um Medaillen gegangen.

18 Paare aus elf Nationen bewarben sich in der Grand Prix Kür um Einzelmedaillen im Dressurreiten, darunter auch die drei frischgebackenen Mannschafts-Olympiasiegerinnen aus Deutschland: Jessica von Bredow-Werndl mit Dalera, Isabell Werth mit Bella Rose und Dorothee Schneider mit Showtime.

Gestartet wurde ab dem heutigen Vormittag deutscher Zeit in drei Blöcken à sechs Reitern. In der letzten Gruppe am Mittag starteten die im Grand Prix an erster bis sechster Stelle platzierten Reiter, die Reihenfolge war gelost worden …

rd

Foto: Knaur-Buchverlag