Spanien und die Niederlande werden ab Dienstag zu Hochinzidenzgebieten - Katalonien besonders stark von Delta betroffen


Noch eine Woche Schule, dann beginnen die bayerischen Sommerferien.


In Spanien und den Niederlanden waren die Corona-Infektionszahlen zuletzt stark gestiegen. Die Bundesregierung erklärt nun beide Länder ab kommenden Dienstag zu Hochinzidenzgebieten, meldet das RKI. Für viele Urlauber könnte das zu Schwierigkeiten führen.

Wer aus einem Hochinzidenzgebiet zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

Auf Mallorca – als liebster Ferieninsel der Deutschen – lag die Inzidenz zuletzt bei 365.

Im Corona-Hotspot Katalonien mit Barcelona als Touristenmetropole liegt die 14-Tage-Inzidenz bei den 20- bis 29-Jährigen derzeit bei schwindelerregenden fast 3200, so das RKI.

In den Niederlanden war der Höhepunkt der Sieben-Tage-Inzidenz mit 415 am Dienstag.

Zuvor hatte die Regierung fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben. Vor allem in Diskotheken, bei Festivals und Partys hatte sich die Delta-Variante des Virus rasant verbreitet. Gerade junge Menschen bis 29 Jahre infizierten sich. Auch die Patientenzahlen in den Krankenhäusern nehmen seither deutlich zu, so das RKI:

Die Regierung der Niederlande zog nun die Notbremse. So bleiben Diskotheken und Nachtclubs geschlossen, Festivals sind untersagt. Seit einigen Tagen sinken die Infektionszahlen wieder. Die Inzidenz liegt nun bei etwa 361.

Bereits ab dem morgigen Sonntag gilt Georgien neu als Hochinzidenzgebiet.

Als einfache Risikogebiete gelten laut Mitteilung des RKI ab dem morgigen Sonntag neu:

Dänemark – mit Ausnahme von Grönland – und Teile Frankreichs. Betroffen sind die Regionen Korsika, Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d’Azur und das Übersee-Département Martinique. Auch Irland, Malta und Monaco wurden als einfache Risikogebiete eingestuft.

Rückkehrer aus einfachen Risikogebieten müssen die digitale Einreiseanmeldung vornehmen. Zudem bringt die Einstufung als Risikogebiet zwar grundsätzlich eine Quarantänepflicht mit sich. Diese kann aber durch ein negatives Testergebnis beziehungsweise einen Genesenen- oder Impfnachweis vermieden werden.

Als einfache Risikogebiete werden Länder und Regionen eingestuft, in denen die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen über 50 liegen. Bei einer Inzidenz über 200 folgt die Einstufung als Hochinzidenzgebiet.

Quelle ARD