Nach einer vierstündigen (!) gemeinsamen Versammlung der Räte gestern Abend zur Zukunft des Mittelschul-Standorts Eiselfing


Die Gemeinderäte aus Amerang, Eiselfing und Schonstett haben sich am gestrigen Donnerstagabend in einer knapp vierstündigen (!) gemeinsamen Versammlung über die Zukunft des Mittelschul-Standorts Eiselfing (wir berichteten) intensiv ausgetauscht. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass sowohl eine (Teil-)Sanierung, als auch ein Neubau weiterhin bewusst geprüft werden. Hier dazu die gemeinsame Presseerklärung am heutigen Freitagvormittag – unterzeichnet von allen drei Bürgermeistern – im Wortlaut …


Seitens der beauftragten Planer wurde zunächst die Kostenberechnung für Teilsanierungsmaßnahmen inklusive der damit zusammenhängenden Folgekosten erläutert.

Grundlage hierfür war eine vorangegangene Machbarkeitsstudie, die im Jahr 2018 unter anderem auch die Variante eines Neubaus untersucht hatte.

Die Vertreter des Staatlichen Schulamts Rosenheim gingen auf die für Mittelschulen bedeutsamen Aspekte ein und standen beispielsweise für Fragen rund um Schülerzahlentwicklungen, Klassenstärken und pädagogische Angebote zur Verfügung. Dabei flossen selbstverständlich auch viele Aspekte mit ein, welche unter anderem im Rahmen der öffentlichen Willensbekundungen durch die an der Mehrzweckhalle in Schonstett anwesenden Bürger vorab deutlich gemacht worden waren.

Abschließend kamen die Gemeinderatsmitglieder in jeweils gemischten Gruppen offen miteinander ins Gespräch und konnten ihre persönlichen Sichtweisen darlegen.

Der gesamte Abend war dabei geprägt durch einen intensiven Meinungsaustausch auf einer sachlich-konstruktiven Ebene.

Und auch emotionale Wortmeldungen machten deutlich, dass sich kein Gemeinderatsmitglied die für die Zukunft des Mittelschul-Standorts Eiselfing anstehende Entscheidung leicht macht.

Bereits am Vormittag hat der Mittelschulverband, den im Laufe der vergangenen Tage mehrere neue Informationen rund um staatliche Fördermöglichkeiten erreicht haben, daher eine Anfrage an die Regierung von Oberbayern geschickt.

Sobald hier eine Rückmeldung zu anwendbaren Zuschussmodellen für eine (Teil-)Sanierung im Vergleich zum Neubau vorliegt, können und werden die Gemeinderäte noch im Jahr 2021 eine finale Entscheidung treffen.

Diese Verantwortung gegenüber den Schülern, Eltern sowie den Lehrkräften ist uns allen bewusst.

Ob bereits, wie ursprünglich vorgesehen, am 4. August 2021 oder erst in einer darauffolgenden Sitzung ein Beschluss möglich sein wird, hängt entscheidend vom Eingang der Förderinformationen ab.

Über den weiteren Zeitplan wird die Öffentlichkeit auf dem Laufenden gehalten.

Paul Dirnecker, Bürgermeister der Gemeinde Schonstett

Konrad Linner, Bürgermeister der Gemeinde Amerang

Georg Reinthaler, Bürgermeister der Gemeinde Eiselfing