In Runde eins der Quali zum Toto-Pokal kam der Knockout in der 91. Minute: Bayernligist scheidet gegen Landesligist Bruckmühl aus - Spenden-Aktion


Die Pokal-Reise des TSV 1880 Wasserburg zur Quali für den Toto-Pokal endet in Bruckmühl. Nach einem späten 0:1 in der 91. Minute scheidet der Bayernligist bereits in der 1. Runde aus.


Die Löwen fanden auf hohem Geläuf nie Zugang zum Spiel und waren trotz optischer Überlegenheit nicht zwingend genug.

Im Wasserburger Lager war man nach dem Spiel natürlich unzufrieden, ein Weltuntergang ist das Aus jedoch nicht. Angesichts der strapaziösen Bayernliga-Saison ist es nicht so schlimm, wenn weitere Englische Wochen wegfallen.

 

Löwen spenden komplette Pokal-Einnahmen

Nach langen Monaten ohne Pflichtspiele lechzen die Vereine eigentlich wieder nach Zuschauer-Einnahmen. Nichtsdestotrotz hat Hans Hain, Finanzverwalter des TSV 1880 Wasserburg, bereits vor dem Pokalspiel in Bruckmühl in Abstimmung mit der kompletten Abteilungsleitung entschieden, dass die gesamten Pokaleinnahmen der Löwen an Dominik Niggl, der nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist, gespendet werden.

Damit unterstützen die Innstädter die Benefizaktion des SV Bruckmühl und zeigen damit einmal mehr ihr großes, soziales Engagement.

Die Löwen wirkten träge, was auch dem Umstand geschuldet war, dass – wie in allen Vorbereitungsspielen – erneut acht Spieler fehlten. So fehlten Automatismen und einige Akteure sind schlichtweg noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte und damit (noch) nicht in Form.

Die beste Chance in Halbzeit eins hatte Maxi Hain, dessen Kopfball nach einer Simeth-Ecke den langen Pfosten streifte. Ansonsten blieben die Wasserburger Offensiv-Bemühungen in der vielbeinigen Bruckmühler stecken – meist wegen Ungenauigkeit.

Der gastgebende Landesligist hielt mit einfachen Mitteln dagegen, erspielte sich aber auch keine nennenswerten Torchancen. Angesichts der Chancenarmut war Schiedsrichter Tobias Spindler der Hauptakteur, da er es schaffte, aus einer fairen Begegnung ein Karten-Festival zu machen und zwölf gelbe Karten verteilte.

Auch im zweiten Durchgang blieben Torgelegenheiten Mangelware. Erst in der 80. Minute hätte es richtig gefährlich werden können, als Albert Schaberl alleine auf das Tor von Markus Stiglmeir zusteuerte, sich den Ball aber so weit vorlegte, dass aus einem Alleingang ein Rückpass wurde.

Als sich alle bereits auf ein Elfmeterschießen eingestellt hatten, unterlief den Löwen ein Abspielfehler in des Gegners Hälfte und Bruckmühls Anian Folger musste nach dem Tempogegenstoß nur noch den Fuß hinhalten, um die Überraschung in der 91. Minute perfekt zu machen.

Die Löwen haben nun bis zum Ligastart zehn Tage Zeit, ihre Wunden zu lecken, den Kader zu füllen und schlichtweg die nötige Wettkampfhärte zu finden.

In einem Mannschaftsabend nach dem Spiel schwor sich die Mannschaft bei Kapitän Maxi Hain auf die neue Saison ein. Der Teamgeist lebt, jetzt fehlt nur noch die Form.

Wasserburg spielte mit: Zmugg, Grübl (ab 86. Wohlfahrt), Maxi Hain, Knauer, Weber, Renger, Höhensteiger, Ferreira Goncalves, Simeth, Schaberl, Kobl (ab 74. Dukic)

Tore: 1:0 Anian Folger (91.)

Zuschauer: 150

jah