In die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter investieren: Bundesagentur für Arbeit bietet umfassende Fördermöglichkeiten


Bereits vor der Coronakrise war die Fachkräftesicherung für viele Unternehmen in der Region eine Herausforderung. Sie haben auch während der Pandemie an ihren Beschäftigten festgehalten und das Instrument Kurzarbeit genutzt.


Gerade im Hinblick auf den strukturellen Wandel und die Transformation ist es sinnvoll, während der Zeit der Kurzarbeit in die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren. Die Bundesagentur für Arbeit bietet dafür umfassende Fördermöglichkeiten.

Der Gesetzgeber hat die Förderung der Qualifizierung von Beschäftigten über das Qualifizierungschancengesetz geregelt.

Zudem wurde zuletzt der vereinfachte Zugang zum Kurzarbeitergeld verlängert.

„Wir appellieren an die Betriebe, insbesondere an die in Kurzarbeit: Nutzen Sie die Fördermöglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit, um Ihre Beschäftigten zu qualifizieren! Unternehmen können sich über die Hotline des Arbeitgeber-Service der örtlichen Agentur für Arbeit melden oder sich direkt an ihre persönliche Kontaktperson wenden.

Mit der Lebensbegleitenden Berufsberatung haben wir aber auch ein Beratungsangebot für Beschäftigte, die sich beruflich weiterentwickeln möchten. Auch hier lohnt es sich mit der Agentur für Arbeit Kontakt aufzunehmen. Angebote gibt es für Einzelpersonen, aber auch Gruppen aus einem Betrieb“, sagt Michael Schankweiler, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim.

Voraussetzungen für eine geförderte Weiterbildung

Weiterbildungen können gefördert werden, wenn die Qualifizierung mehr als 120 Stunden umfasst und die Teilnahme an einer zertifizierten Bildungsmaßnahme erfolgt. Sie sollte dazu dienen, Beschäftigte für aktuelle und zukünftige Berufsfelder fit zu machen.

Dabei gilt: Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – ungeachtet von Alter, Qualifikation oder Betriebsgröße – können gefördert werden, wenn der Berufsabschluss in der Regel vier Jahre zurückliegt. Daneben können auch geringqualifizierte Beschäftigte über die Förderung einen Berufsabschluss erreichen. Für beide Weiterbildungswege stehen attraktive Fördermöglichkeiten bereit.

Wie geht’s los? Vom Weiterbildungsbedarf zur Beratung

Bei einem Weiterbildungsbedarf nehmen Betriebe Kontakt zu ihrem Arbeitgeber-Service auf, nutzen die Arbeitgeberhotline oder informieren sich online. Zur Weiterbildung für einen oder mehrere Beschäftigte berät der Arbeitgeber-Service zu Planung und Umsetzung von Qualifizierungsmaßnahmen – auch während der Kurzarbeit – sowie zur Beantragung der Förderleistungen.

Förderleistungen noch weiter ausgebaut

Die Bundesagentur für Arbeit kann die Lehrgangskosten sowie die Zuschüsse zum Lohn entweder vollständig oder zum Teil übernehmen. Zudem kann ein pauschalierter Arbeitgeberanteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag erstattet werden. Für die Qualifizierung mehrerer Beschäftigter besteht für Arbeitgeber seit dem 01.01.2021 die Möglichkeit unkompliziert einen Sammelantrag zu stellen.

„Seit Einführung des Qualifizierungschancengesetzes wurden im Agenturbezirk Rosenheim rund 640 Beschäftigte gefördert, die meisten in den Bereichen Führer*in von Fahrzeug- und Transportgeräten (183), Nichtmedizinische Gesundheitsberufe (u.a. Altenpfleger), Körperpflege- und Wellnessberufe (u.a. Ernährungs-/Gesundheitsberatung), Medizintechnik (121) und Erziehung, Berufe im sozialen und hauswirtschaftlichen Bereich, Theologie und Gemeindearbeit (93). Wir fördern aber in allen Branchen und freuen uns, wenn diese Möglichkeit von noch mehr Betrieben und Beschäftigten genutzt wird“, erklärte Schankweiler.

Interessiert? Informationen und Kontakte online oder über die Hotline

Wer sich für eine Förderung interessiert, kann sich telefonisch an unseren Arbeitgeber-Service (kostenlose Hotline 0800 4 5555 20) oder die bekannten Ansprechpartner*innen wenden.

Online gibt es weitere Informationen auf der Internetseite der Regionaldirektion Bayern unter: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-by/weiterbildung-qualifizierungsoffensive.