Klinik für Neurologie des kbo-Inn-Salzach-Klinikums feiert ihr 50-jähriges Bestehen


Seit inzwischen 50 Jahren werden Patienten mit neurologischen Problemen in Wasserburg behandelt. Die Schwerpunkte liegen bei Schlaganfällen, neuromuskulären Erkrankungen, Parkinson und seit einigen Jahren auch Schmerzpatienten. Ein Jahr vor dem Umzug in den Neubau kann die Klinik für Neurologie ein halbes Jahrhundert feiern. Am 5. Juli 1971 nahm die Klinik seine ersten neurologischen Patienten auf, wie Geschäftsführer Dr. Karsten Jens Adamski heute in einer Pressekonferenz berichtete.


Dass die Klinik für Neurologie bereits seit einem halben Jahrhundert zum kbo-Inn-Salzach-Klinikum gehört, sei „ein großer Tag für uns“.

Zum Zeitpunkt der Eröffnung war in Wasserburg die einzige neurologische Klinik zwischen München und Salzburg. Zu Anfangszeiten konnten 450 Patienten jährlich behandelt werden – inzwischen sind es etwa 2.000. Noch immer ist die Klinik „eines der größten Fachkrankenhäuser in der Neurologie“, so der Geschäftsführer weiter.

Mit dem Computertomographen, den die Klinik bereits fünf Jahre nach der Eröffnung in Betrieb genommen hat, war Wasserburg der erste Standort in der weiteren Umgebung mit einem solchen Gerät, erinnerte Dr. Tobias Winkler, Chefarzt der Klinik für Neurologie. Inzwischen habe es einen großen wissenschaftlichen und technischen Fortschritt gegeben.

In Wasserburg wolle man „den Patienten nicht nur eine Diagnose an die Hand geben, sondern auch die Therapie“, so der Chefarzt. Das erfordere, dass das Team rund um die Uhr einsatzbereit ist, um Patienten sofort zu helfen. „Zeit ist Hirn“, betonte Dr. Winkler. Und bereits wenige Stunden nach dem Schlaganfall gehe es in die Physiotherapie, um die Patienten zu mobilisieren.

Dass seit einigen Jahren auch Schmerzpatienten in der Klinik behandelt werden, sah Dr. Winkler als wichtigen Schritt, denn „Schmerz ist nicht nur, was wir spüren“, er wirke sich auf das Leben und die Psyche aus. Auch die Vernetzung mit anderen Medizinern sei notwendig, denn „Medizin ist Teamarbeit“. Deshalb arbeitet die Klinik mit dem psychiatrischen Fachbereich, Schlaganfallnetzwerken sowie niedergelassenen Kollegen zusammen. Das Netzwerk erstrecke sich über ganz Bayern, betonte der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Peter Zwanzger, der sich freut „Menschen aus der Region“ Hilfe in diesem Bereich anbieten zu können.  „Der Mensch steht im Mittelpunkt“, betonte auch Pflegedirektorin Kerstin Weinisch.

Im kommenden Jahr steht der Umzug in den Neubau an, in dem das kbo-Inn-Salzach-Klinikum und die RoMed Klinik Wasserburg „zusammenwachsen“. Als eine der ersten Abteilungen werde die Neurologie umziehen. Das sei mit „Wehmut und großer Freude“ verbunden, sagte Weinisch. Denn die Mitarbeitenden haben in der Neurologie „viele Emotionen erlebt“ und viel geleistet.

Foto: Bereits wenige Jahre nach der Eröffnung der Klinik für Neurologie konnten Patienten in Wasserburg per CT untersucht werden – damals noch weit und breit einzigartig.