Teilnehmergemeinschaft und Gemeinderat Albaching sind sich einig bei Neugestaltung der Ortsdurchfahrt


Nachdem die Umgehung um Albaching fertiggestellt ist, ging es in den vergangenen Monaten an die Entwurfsplanung für die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt. Diese sei nun fast abgeschlossen, wie Dipl.-Ing. Peter Höcherl von der Teilnehmergemeinschaft (TG) in einer Sondersitzung des Gemeinderats Albaching gemeinsam mit der TG mitteilte. In dem Treffen stellte Gerhard Hajer der Planungsgruppe Strasser gestern den aktuellen Stand der Überlegungen vor.


Bei der Maßnahme gehe es nicht nur darum, die Ortsdurchfahrt zurückzubauen und zu sanieren, sondern auch einen Mehrwert für Albaching zu schaffen. So soll neben dem wechselseitigen Rückbau der Hohenlindener Straße auf vier Meter und die dadurch entstehende geschwungene Linienführung auch die Kreuzung zur Postgasse umgestaltet werden. Hier gelte zukünftig rechts vor links. Optisch möchte die Gemeinde das mit einer Grünfläche und einem Findling an der Seite umsetzen. Durch den Ort soll ein zwei Meter breiter Gehweg führen, der „bei Engstellen auf 1,5 Meter reduziert“ werde, wie Hajer zeigte.

Um dem landwirtschaftlichem Verkehr Ausweichmöglichkeiten zu schaffen, ist ein Tiefbordstein Richtung Stetten bis zum Ortsschild geplant. Die Straße brauche „den Platz bei Begegnungen“, betonte zweiter Bürgermeister Sebastian Friesinger und auch Hajer versicherte: „Autofahrer respektieren den Gehweg“. Auf ausreichend Ausweichmöglichkeit werde auch auf der weiteren Ortsdurchfahrt zum nächsten Kreisverkehr geachtet.

Bei der Frage nach den Straßenbelägen schlug Jessica Vital-Robarge vor, den Senioren- und Behindertenbeauftragten in die Planungen miteinzubeziehen. Mit glatten Oberflächen werde darauf geachtet, dass Rollstuhlfahrer und Rollatoren keine Schwierigkeiten haben, so Bürgermeister Rudolf Schreyer, und es werde bei den Planungen beispielsweise auch berücksichtigt, dass Blinde die Straßenquerungen ertasten können, so Hajer. Für die Farben der Bodenbeläge schlug Friesinger vor, einheitlich zu bleiben: Das Betonpflaster soll gestaltet werden wie die Sommerstraße und der Granit in einem nicht einheitlichen Grauton. Höcherl regte hier an, dass vor der endgültigen Entscheidung Muster verlegt werden sollen.

Über den vorgestellten Entwurf waren sich die TG und der Gemeinderat einstimmig einig, genauso bei der Farbwahl der Pflasterung. Weil der Findling bei der Ortseinfahrt nicht nur für Zustimmung sorgte, beschlossen die beiden Gremien, über die Kurvengestaltung nach einem erneuten Fahrversuch zu entscheiden. In der Baumaßnahme auf eine Länge von 900 Meter für rund zwei Millionen Euro sieht der zweite Bürgermeister „eine einzigartige Chance für Albaching“. Hier solle die Gemeinde „gestalterisch etwas bieten und nicht nur die Straße abfräsen und neu teeren“. Durch den Rückbau entstehe ein Mehrwert für den Ort, eine „Bereicherung für Albaching“, fand auch der Rathauschef.