Unsere Serie zum Ehrenamt - HEUTE: Franzi Fredlmeier (23) von der Feuerwehr Edling



Unter der Schutzkleidung der Freiwilligen Feuerwehr stecken keine anonymen Helfer, sondern Nachbarn, Kollegen, Freunde. Sie engagieren sich ehrenamtlich, opfern ihre Freizeit und riskieren nicht selten ihre Gesundheit. Mit unserer Serie „Wer wir sind” stellen wir immer freitags Feuerwehrfrauen und -männer vor – zeigen, was ihre Beweggründe für den Dienst am Nächsten sind. Heute im Interview: Franzi Fredlmeier, Kauffrau im Gesundheitswesen, 23 Jahre alt und aus Edling. Vor knapp einem halben Jahr hat sie sich für eine aktive Mitgliedschaft bei der Feuerwehr Edling entschieden – mitten im Pandemie-Lockdown …


Ich bin bei der Feuerwehr Edling, weil …

… ich schon seit vielen Jahren passives Mitglied war und beim Gartenfest zum Beispiel schon oft geholfen hab – man kannte und kennt sich quasi. Als meine Freundin Veronika Berndl, die selbst sehr engagiert aktiv dabei ist, im vergangenen Jahr dann noch einmal gefragt hat, ob ich’s mir nicht doch mal anschauen möchte – da hab ich mich dann dazu entschlossen.
Das war mitten im Lockdown. Vielleicht hat die Pandemie indirekt somit auch eine Rolle gespielt, denn eigentlich wollt ich nie aktiv zur Feuerwehr gehen. Das stand irgendwie gar nicht zur Debatte für mich. Und nun – es macht große Freude, dabei zu sein. Ich gelte sozusagen als Quereinsteiger ohne jegliche Vorkenntnisse. Das ist hier in Edling eine eigene Gruppe, in der man ganz behutsam herangeführt wird an den Feuerwehr-Alltag mit seinen Einsätzen.
Schritt für Schritt fühlt man sich sicherer. denn erfahrene Leute zeigen einem, auf was es ankommt. In aller Ruhe.
Auch wenn ich noch nie bei einem Einsatz dabei war, mittlerweile würd ich sagen, ich trau’s mir zu.

Was mich besonders beeindruckt bei der Feuerwehr …

… dass hier alle so einen großen Job machen. Es ist schwer in Worte zu fassen. Aber es beeindruckt einfach unglaublich, wie selbstverständlich hier alle für den Anderen, für den Bürger da sind. Tag und Nacht und das freiwillig. Nur ganz allein wegen des Helfens.

Mein Tipp für Interessierte …

… schaut mich an, ich hab auch diesen Schritt gewagt. Und hab zuvor gefühlt null Ahnung gehabt. Man vergibt sich nichts. Wenn man feststellt, es ist nichts für einen – dann ist einem auch keiner böse. Dann ist das nicht schlimm. Aber man hat es wenigstens mal versucht.
Alle hier freuen sich, wenn jemand Interesse zeigt. Jeder ist willkommen. Jede Hand zählt!
Interview Renate Drax