Rosenheimer Bundespolizei nimmt an der Grenze Österreicherin und Italiener fest


Bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn hat die Bundespolizei am gestrigen Mittwoch eine Österreicherin und einen Italiener festgenommen. Beide hatten unabhängig voneinander versucht, Migranten bei ihrer Reise nach Deutschland zu unterstützen. Sie wurden wegen Beihilfe zur versuchten illegalen Einreise angezeigt. Ihre Mitfahrer wurden zurückgewiesen.


 

In den Morgenstunden kontrollierten die Beamten auf der A93 bei Kiefersfelden die Insassen eines Wagens mit österreichischer Zulassung. Die 71-jährige Fahrerin konnte sich mit ihrem österreichischen Reisepass ordnungsgemäß ausweisen. Ihr 21 Jahre alter Begleiter war ohne die für die Einreise erforderlichen Papiere unterwegs. Nach ersten Erkenntnissen ist der afghanische Staatsangehörige bereits in Österreich registriert worden. Die Bundespolizei zeigte ihn wegen des unerlaubten Einreiseversuchs an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen musste er nach Österreich zurückkehren.

 

Ein 34-jähriger Italiener saß am Steuer eines Autos, das die Bundespolizisten am Abend in der Grenzkontrollstelle stoppten. Zur Kontrolle legte er seinen italienischen Ausweis vor. Zwei albanische Staatsangehörige, die sich ebenfalls im Pkw befanden, hatten zwar gültige Pässe dabei, ihre Aufenthaltserlaubnisse waren jedoch abgelaufen. Die Einreisen der Albaner ins Schengen-Gebiet lagen zudem schon längere Zeit zurück, so dass ein visafreier Kurzaufenthalt in der EU für sie nicht mehr in Frage kam. Sie mussten das Land wieder in Richtung Österreich verlassen.