Die 165er Verschärfung des Bundes wäre im Freistaat eine Entschärfung: Aber aktuell zu viele Jugendliche infiziert


So wie es aktuell ausschaut, bleibt der Landkreis wohl auch in der nächsten Woche im Homeschooling! Bayern will die Bundes-Notbremse nämlich schärfer umsetzen als andere Länder. Schulen sollen weiterhin bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 in den Distanzunterricht wechseln, nicht erst bei 165! Bayern bleibt bei der bisher gültigen und damit strengeren Regelung, das sagte Staatskanzlei-Minister Florian Herrmann am Mittag …


Ausgenommen bleiben wie bisher offenbar nur die Abschlussklassen sowie die vierte und elfte Jahrgangsstufe.

Nach der Bundes-Notbremse sollen die Schulen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 verpflichtend auf Distanzunterricht umstellen. Als Begründung für die strengeren Regeln in Bayern verwies Herrmann auf die aktuell so hohen Inzidenzzahlen bei Kindern und Jugendlichen.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek hatte gestern betont, dass die 15- bis 19-Jährigen inzwischen die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffene Altersgruppe in Bayern seien – wir berichteten.

Die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in dieser Altersgruppe liege bei mehr als 320 in der Inzidenz, bei den Zehn- bis 14-Jährigen noch immer bei 240 Fällen in der Inzidenz. Insgesamt liegt der Durchschnitt in ganz Bayern heute bei 185 – wie am Morgen berichtet.

Die 165 soll nun in ganz Deutschland die Zahl sein, die besagt: Schulen allerspätestens zu!

Noch wird im Bundestag am heutigen Mittwochnachmittag über die Corona-Notbremse weiter debattiert. Die Opposition übt heftige Kritik an den geplanten, einheitlichen Maßnahmen. Den Grünen gehen die Maßnahmen nicht weit genug, die FDP wiederum stört sich vor allem an der geplanten, nächtlichen Ausgangssperre ab 22 Uhr im Land. Die Partei droht hier mit einer Verfassungsbeschwerde.

Noch im Laufe des heutigen Tages soll der Bundestag über eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes abstimmen …

Auf der Straße in Berlin hatten sich Tausende zum Protest versammelt. Über 2000 Polizisten sind im Einsatz.