US-Arzneimittelbehörde empfiehlt Stopp von Johnson & Johnson - 36.000 Impfdosen treffen morgen in Bayern ein


Der neu zugelassene Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll ab sofort auch der EU zur Verfügung stehen. Und schon in den kommenden Stunden sollen 36.000 Impfdosen davon in Bayern eintreffen, wie das Gesundheitsministerium dem Bayerischen Rundfunk am gestrigen Montagabend bestätigte. Das Vakzin sollte die Impfkampagne deutlich beschleunigen, hieß es. Denn nur eine einzige Impfung sei hier ja notwendig für einen Schutz. Aber: Eine Nachricht aus den USA sorgt am heutigen Dienstagmittag erneut für Sorgenfalten in der Impfkampagne …


 

In den USA nämlich habe die Arzneimittelbehörde FDA eine Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Mittel von Johnson & Johnson ab sofort empfohlen. Die FDA und das Seuchenzentrum CDC verwiesen heute in einer gemeinsamen Erklärung auf das Auftreten einer seltenen Thromboseart in sechs Fällen.

Vorige Woche schon hatte auch die EU-Arzneimittelagentur EMA mitgeteilt, dass sie Fälle von Thrombosen nach einer Corona-Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson prüfe.

Bis gestern seien mehr als 6,8 Millionen Dosen des Impfstoffes in den Staaten verabreicht worden.

Der Hersteller habe in einer ersten Stellungnahme erklärt, die Fälle seien bekannt. Ein klarer kausaler Zusammenhang sei bislang nicht nachgewiesen worden.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson entspricht dem AstraZeneca-Prinzip