Die Hoffnung darauf ist groß, damit es Schritt für Schritt aus dem Lockdown gehen kann: Als zweiter Helfer sollen – neben dem Impfen – die Schnell- und auch die Selbsttests für mehr Sicherheit sorgen im ganzen Land. Ab dem kommenden Montag soll – dem gestrigen Beschluss des Corona-Gipfels (wir berichteten mehrfach) zufolge – jeder Bürger kostenlos mindestens einen Schnelltest pro Woche machen können. Den soll geschultes Personal etwa in Testzentren, Praxen oder Apotheken dann vornehmen, hieß es.


Achtung: Nicht verwechseln mit den Corona-Selbsttest, die offenbar ab dem Wochenende käuflich im Handel und in den Apotheken erworben werden können und dann daheim gemacht werden.

Die Länder sollen zudem sicherstellen, dass Schüler und das Personal in Schulen und Kitas mindestens einen kostenlosen Schnelltest pro Woche angeboten bekommen. Über Testkonzepte in Firmen und Betrieben will die Bundesregierung in dieser Woche noch einmal mit der Wirtschaft beraten. Die Kanzlerin kündigte zudem an, eine neue Taskforce von Bund und Ländern solle bei der Beschaffung von Selbsttests helfen.


Das Impfen soll nach Angaben der Kanzlerin deutlich forciert werden:

So solle die Zahl der möglichen Erstimpfungen maximal ausgeschöpft werden. Daher solle der Abstand zwischen der Erst- und der Zweitimpfung künftig maximal ausgenutzt werden, wie es hieß. Dadurch könnte man schneller mehr Menschen erstimpfen.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) werde wohl den Impfstoff von Astrazeneca auch für höhere Altersgruppen zulassen. Bislang empfiehlt die Stiko das Mittel nur für 18- bis 64-Jährige, da für Ältere zunächst nicht genügend Studiendaten vorgelegen hätten.
Für den Fall von nicht wahrgenommenen Impfterminen solle ein kluges Nachrücker-Management entwickelt werden, sagte die Kanzlerin gestern.
Bis Ende März oder Anfang April (Ostern) solle als zweiter Strang neben den Impfzentren die Belieferung der Hausärzte mit Impfstoff auf den Weg gebracht werden.
Das solle dazu beitragen, so schnell wie möglich Impfstoffe an die Menschen zu bringen. Laut Ministerpräsident Markus Söder bekommen die Länder zudem die Möglichkeit, mehr Impfstoff in die Corona-Hotspots zu liefern, um dort mehr Menschen immunisieren zu können.
Quelle BR