Schnelltests für daheim sollen dabei helfen: Kommt Anfang März das kollektive Gurgeln und Spucken?

Die Hoffnung darauf und damit ist groß: Winkt bald – dank Antigen-Schnelltests – eine Rückkehr zum Alltag? Werden, wie es war … Wie das klingt! Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte am Wochenende bestätigt, dass Anfang März jedenfalls bis zu 30 verschiedene Corona-Antigen-Tests auf den Markt kommen werden. Sie gehören zur vielzitierten Perspektive im ganzen Land. Mit ihnen soll sich jeder selbst testen können – eventuell vor der Arbeit, vor der Schule, vor allem quasi. Und das Ergebnis soll binnen einer Viertelstunde zur Verfügung stehen. Anders als der übliche Nasen- oder Rachenabstrich basieren die Schnelltests auf unterschiedlichen Testverfahren, zum Beispiel Gurgeln oder Spucken und könnten so problemlos ohne Hilfe durchgeführt werden, heißt es. Im Wohnzimmer, im Bad, wo auch immer …


Auch bei uns soll es die Tests für daheim also schon bald in den Apotheken geben – ob wie in Österreich kostenlos oder zu kaufen, das ist noch offen.

Austria ist einen Schritt weiter. Das ORF meldete gestern: Ab 1. März werden in Apotheken Gratis-CoV-Selbsttests für zu Hause („Wohnzimmertests“) erhältlich sein. Pro Person sollen monatlich fünf Stück zur Verfügung stehen. Gedacht sind sie zur Eigenkontrolle.

Wenn man sie aber nun bei uns kaufen muss: Voraussichtlich werden sie zehn bis 15 Euro kosten, hieß es vor Tagen vom Apothekerverband. Die deutsche Regierung werde dann wohl wieder überlegen müssen, ob sie Bedürftige mit Gutscheinen unterstützen werde.

Der Wermutstropfen in der Euphorie:
In absoluter Sicherheit werde man sich wohl nicht wiegen können:

Gesundheitsminister Jens Spahn befürwortet den Einsatz der Tests zwar, zeigt sich jedoch zugleich vorsichtig, was deren Qualität angeht. Wenn die Schnelltests für den Hausgebrauch viele Falschergebnisse – ob durch falsche Handhabe oder ganz grundätzlich – anzeigen, dann stecke darin auch ein Risiko, warnte Spahn. Eine mögliche Gefahr: Virusträger könnten doch wieder andere unwissentlich anstecken.

Ein positives Ergebnis werde vermutlich durch einen PCR-Test überprüft werden müssen – ein negativer Test sei zudem keine Garantie dafür, dass der Proband nicht ansteckend  sei, sagte kürzlich auch der Apothekerverband.

Quelle BR

Foto: OR