Erst Wiesnverbot, dann Anzeige wegen Hausfriedensbruchs - Weck-Aktion für Südtiroler

Eröffnung – mittlerer Samstag – und nun schon der letzte Samstag. Alle drei waren die best besuchtesten Tage des Rosenheimer Herbstfestes 2026. Auch gestern strömten viele Besucher auf die Loretowiese. Über mangelnde Arbeit konnte sich die Wiesnwache nicht beschweren.

Ja, aber i bin doch ned in Qualm-Wuarantäne – ein 20-Jähriger aus Tirol sah es irgendwie schon mal gar nicht ein, dass man in einer Speis- und Trank-Manufaktur nicht dem Rauchen nachgehen darf. Seine knapp zwei Promille halfen ihm dann wohl dabei, eine Note der Widerspenstigkeit gegenüber der Wiesnwache an den Tag zu legen. Ein Wiesnverbot war die Folge für den 20-Jährigen.

Perlende Lebensfreude – die Korken knallen lassen, das war vielleicht das Ansinnen eines 22-jährigen Tirolers. Ständig versuchte er, in einen Wein- und Sekt-Veräußerungsbetrieb zu gelangen. Mit seinen über zwei Promille war die Einsichtigkeit auch bei ihm nicht wirklich vorhanden. Ein Wiesnverbot wurde ausgesprochen.

„Geh her, dann fotz i Eich!“ – so richtig aufgeführt, das hat sich ein 17-Jähriger aus Tirol. Beim Verlassen des Festgeländes schrie er die Wiesnwache an, meinte sie seien „selten bleede Schandis und saudumm“. Als er angesprochen wurde, meinte er sofort „Geh her, dann fotz i Eich!“ Eine Anzeige wegen Beleidigung flatterte dem jungen Mann entgegen.

Guten Morgen – ein Fall von unpassendem Schlaflager stellte die Wiesnwache kurz nach Betriebsende auf einer Wiese am Rand des Festgeländes fest. Ein 45-jähriger Mann aus Bozen (Italien) hatte seine Bettzeit nicht auf die heimische Matratze, sondern auf den Grünstreifen verlegt. Mit seinen über zwei Promille konnte er noch rechtzeitig geweckt werden, denn sein Bus nach Südtirol war schon abfahrbereit.

Ach übrigens – der „Polizei-Freund“ vom späten Nachmittag, der wohl die Korken knallen lassen wollte, war abends wieder auf dem Festgelände. Der 22-Jährige aus Tirol hatte wieder den Stadl als Ziel. Offenbar zog es ihn dort wie magisch an … Da er gegen das Wiesnverbot verstoßen hatte, war nun eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs die Folge für den jungen Mann.

 

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