TSV Wasserburg unterliegt beim Tabellenführer mit 1:3

Die Serie des TSV 1880 Wasserburg mit fünf Spielen ohne Niederlage und vier Siegen in Folge ist am späten Samstagnachmittag in Pipinsried gerissen. Im Dachauer Hinterland zeigte die Mannschaft von Trainer Florian Heller zwar eine couragierte Leistung, musste sich dem Tabellenführer jedoch mit 1:3 geschlagen geben. Florian Gebert erlegte die Löwen mit einem Doppelpack in der Schlussphase. „Wir haben sehr großen Aufwand betrieben, sehr diszipliniert verteidigt und hatten gute Offensivaktionen. Zum Schluss waren sie einfach auch einen Tick besser“, resümierte Heller.

„Das Ergebnis ist nicht so, wie wir uns das erwartet haben, das ist klar“, ärgerte sich der Coach aber gleichzeitig. Diese Aussage belegt, dass sich die Innstädter, die auf sechs Spieler verzichten mussten, mittlerweile in der Bayernliga immer Punkte ausrechnen. Wasserburg konnte die Partie weitestgehend ausgeglichen gestalten, wobei Pipinsried immer wieder gefährlich wurde. „Die Jungs haben ihr Herz auf dem Platz gelassen, wir haben es defensiv sehr, sehr gut gemacht. Natürlich muss man gegen so eine Mannschaft auch die ein oder andere Torchance in Kauf nehmen, das ist so“, wusste Heller, dass seine Abwehr die mit Abstand beste Offensive der Liga (28 Tore) nicht würde ausschalten können. Die größte Gelegenheit für die Hausherren hatte in der 19. Minute Matthias Roithmayr, dessen Schuss aus 16 Metern knapp vorbei zischte. Die Gastgeber wurden auch immer wieder bei Ecken gefährlich und Max Dombrowka bewies kurz vor der Pause, dass Ex-Profis in der Regel einen deutlich besseren Kopfball als Amateure haben, und drückte eine Ecke am kurzen Pfosten in die Maschen (43.).

Die Zeiten, in denen Wasserburg nach einem Gegentreffer zerbricht, sind seit fünf Wochen vorbei. Im Gegenteil: Die Gäste kamen in der 62. Minute durch Robin Ungerath zum Ausgleich. Ein Freistoß aus dem Halbfeld von Dominik Brich konnte nicht entscheidend geklärt werden und Ungerath hämmerte den Abpraller ins Tor, nachdem er sich den Ball zuvor mit der Brust perfekt zurechtgelegt hatte. Umso ärgerlicher war es für die Löwen, dass sie das 1:2 aus dem Nichts kassierten. Ein weiter Schlag von Torhüter Enrique Bösl wurde nur ungenügend abgewehrt und über Umwege kam der Ball zu Florian Gebert, der Lino Volkmer mit einem Flachschuss ins lange Eck keine Chance ließ (75.). „Sie sind sehr kaltschnäuzig und machen aus wenig viel“, kommentierte Heller das Gegentor. In der Schlussviertelstunde mobilisierte Wasserburg noch einmal alle Kräfte, Heller brachte frische Offensivkräfte, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. „Meiner Meinung nach waren wir näher am 2:2 als der Gegner am 3:1“, analysierte der Coach. Das 3:1 erzielte aber in der Nachspielzeit dann doch der FC Pipinsried. Auch diesem Treffer ging ein weiter Ball voraus, der nicht geklärt wurde, sodass Gebert eine flache Hereingabe von rechts nur noch über die Linie drücken musste (92.). „Wir waren nicht weit weg. Wir waren sogar sehr nah dran, heute etwas mitzunehmen“, so Heller.

Wasserburg: Volkmer, Biegel, Pollak (81. Kononenko), Grundner, Brich, Fischer, Haunolder (72. Dittrich), Köck, Voglmaier, Vieregg (72. Egger), Ungerath

Tore: 1:0 Max Dombrowka (43.), 1:1 Robin Ungerath (62.), 2:1 Florian Gebert (75.), 3:1 Florian Gebert (92.)

Zuschauer: 455

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