Rosenheim: Aber schon 69 Pkw abgeschleppt - Auffällig das „Vorglühen“ Jugendlicher

Gmiatlich, boarisch schee und familienfreundlich – dafür steht die Rosenheimer Wiesn und macht seinem Ruf bislang auch alle Ehre. So das erfreuliche Fazit von Polizeidirektor Volker Klarner (links) und Erstem Polizeihauptkommissar Robert Maurer (rechts im Bild). Die Rosenheimer Polizei bedanke sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für die so stimmungsvolle Atmosphäre auf dem Festgelände. Damit dies auch so bleibe, werde die Wiesnwache (wir berichten laufend) weiterhin stark präsent ihre Aufgaben wahrnehmen und beherzt konsequent einschreiten, wenn dies erforderlich sei. Zum traditionellen Erntedankfest am heutigen, zweiten Wiesn-Sonntag wird mit dem anschließenden Festzug auch die zweite Halbzeit der Rosenheimer Wiesn eingeleitet. Die polizeiliche Bilanz der ersten acht Tage bestätige den positiven Eindruck von einer friedlichen und sympathischen Wiesn. Die Fallzahlen seien zum Großteil unter dem Niveau der zurückliegenden Jahre: Das Thema Verkehrsdelikte sei aber ein besonderes Sorgenkind – 69 Pkw mussten bis gestern abgeschleppt werden. Und auffälliger zeige sich das sogenannte „Vorglühen“ bei Jugendlichen.

Wiesnverbote, ein bewährtes Mittel gegen Störenfriede, wurden bislang 35 (2025: 52) ausgesprochen.

Körperverletzungsdelikte blieben mit insgesamt sieben (2025: sieben) Anzeigen, trotz der hohen Besucherzahlen, auf einem gleichen, niedrigen Niveau.

Mit vier Gewahrsamnahmen (2025: sechs) bewegen sich die Arreste unter dem Wert der Vorjahre.

Gleiches spiegelt sich bei den Eigentumsdelikten wider. In sechs Fällen (2025: zehn) wechselten hauptsächlich Fahrräder und Handys den Besitzer.

Der Verkehr gab bislang am meisten Grund für Beanstandungen und verlief nicht störungsfrei.

Bislang waren zwei Fahrzeugführer (2025: sieben) mit zu hohen Alkoholwerten auffällig, die im direkten Bezug zum Herbstfest zu sehen seien. Ein Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss sei hier noch der Statistik hinzuzuschreiben.

Die Parkmoral wäre noch ein wenig ausbaufähig. Trotz deutlicher Hinweise mussten 69 Fahrzeuge (2025: 72) abgeschleppt werden. Vor allem am Haupteingang zum Festgelände, werden zudem Personen mit Beginn sowie Ende der Betriebszeit aus den Fahrzeugen verbotswidrig herausgelassen. Deshalb nochmals der dringende Appell – dort parken, wo es erlaubt ist.

Der Jugendbeamte von Polizei und Stadtverwaltung drehten mit Herbstfestbeginn fleißig ihre Runden auf und neben dem Festgelände. Dabei trafen sie auf weniger „Zigarattenbürscherl“ als die Jahre zuvor. Positiv sei die Schankmoral in den Festzelten, in denen den „Nachwuchstrachtlern“ der begehrte Gerstensaft noch vorenthalten wurde. Etwas auffälliger zeige sich das sogenannte „Vorglühen“. Bereits vor dem Besuch des Herbstfestes würden Jugendliche Alkohol trinken, häufig auch Hochprozentiges, bilanziert die Polizei in Rosenheim.

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